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Bühnenführungen und offene Probe am Pfingstwochenende

Während des Pfingstturniers des Reitervereins Ötigheim am Pfingstwochenende werden
auch die Volksschauspiele Ötigheim ihre Tore öffnen: Am Sonntag, 19. Mai 2024 gibt es für
alle Interessierten die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen von Deutschlands größter
Freilichtbühne zu werfen. Ab 10 Uhr werden jeweils zur vollen Stunde Bühnenführungen auf
dem weitläufigen Naturbühnengelände angeboten. Treffpunkt ist der Bühneneingang am
Tellplatzweg. Auch der VSÖ-Jugendbeirat ist an diesem Tag aktiv: Für alle kleinen Gäste
gibt es ein Kinderschminken. Am Pfingstmontag, 20. Mai 2024 sind Interessierte zur offenen
Probe eingeladen: Um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr gibt es die Möglichkeit, Regisseur
Stefan Haufe bei der Probenarbeit zu „Don Camillo und Peppone“ über die Schulter zu
schauen. Eine Anmeldung ist jeweils nicht erforderlich, das Angebot ist kostenfrei.

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Ein Blick zurück auf unser Programm 1962 Wilhelm Tell

Schillers Wilhelm Tell erweist sich wieder einmal als Kassenschlager. Zum ersten Mal seit den 1930er Jahren stehen nur Amateurdarsteller auf der Bühne. Die Titelrolle übernimmt Horst Herrmann, Willi Panter mimt den grimmigen Geßler. Der älteste Darsteller ist der 82-jährige Sänger Weinbrecht, der schon bei der ersten Ötigheimer Tell-Aufführung im Jahren 1910 dabei gewesen war. Der jüngste Schauspieler ist gerade einmal zweieinhalb Jahre alt. Insgesamt stehen 412 Personen auf der Bühne, darunter 84 Sänger, 141 Sängerinnen, 34 männliche und 12 weibliche Rollenträger, ein Orchester, fünfzehn Reiter mit Pferd, 100 Kinder und 23 Tänzerinnen. Handlung Die Schweizer leiden unter der willkürlichen Herrschaft der Landvögte, allen voran unter Reichsvogt Herrmann Geßler. Höhepunkt der Schikane ist ein Hut, dem die Unterdrückten ihre Reverenz erweisen müssen. Als Wilhelm Tell, ein unbescholtener Privatmann, das Gebot missachtet, zwingt ihn Geßler, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Tell gelingt der Schuss. Er wird dennoch verhaftet, kann sich aber bald befreien und erschießt Geßler in der hohlen Gasse bei Küssnacht. Die Schweizer sind frei und erfüllen damit den feierlichen Schwur, den sie einander auf dem Rütli geleistet haben.