TELL me! (12)

Während die Musen auf dem „Tellplatz“ leider schweigen müssen, kommt der Ötigheimer „Tell“ in Dresden gut voran:

In einer innovativen Kombination aus 3D-Technik und traditionellem Kunsthandwerk wurden in der Kunstgießerei der Gebrüder Ihle inzwischen mehrere Abschnitte unseres Denkmals gegossen. Derzeit werden die Gussrohlinge überarbeitet und miteinander verbunden. Sobald die Figurengruppe zusammengeschweißt ist, unternimmt sie innerhalb Dresdens eine Reise zu einem erfahrenen Steinmetzbetrieb. Dort wird der Natursteinsockel an die Bronze angepasst. Danach geht das Kunstwerk wieder zurück in die Gießerei, um die optischen Feinheiten auszuarbeiten und den Guss in der gewünschten Form zu patinieren. Bis zum Sommer wird alles fertig sein.

Auch am geplanten Standort haben die Vorbereitungen begonnen. Vorstand und Künstlerische Leitung der Volksschauspiele haben, nach Prüfung diverser Alternativen, 2018 einstimmig das Rondell vor dem Haupteingang der Volksschauspiele dafür ausgewählt. Die frühere Bepflanzung ist inzwischen entfernt, zu gegebener Zeit wird die Ötigheimer Firma „Modern Grün“ kostenlos das Fundament für das Denkmal herstellen.

Erfreuliche Nachrichten gibt es auch, was die Finanzierung des Projekts betrifft: Die erforderliche Spendensumme von 60.000 € ist beisammen! Es ist durch die Tellstatue sogar gelungen, Großspender für ein dauerhaftes finanzielles Engagement bei den Volksschauspielen zu gewinnen.

„Erzählen wird man von dem Schützen Tell,
solang die Berge stehn auf ihrem Grunde.“

Vielleicht bringt dieses Zitat aus der Apfelschussszene aktuell am passendsten zum Ausdruck, wofür das Ötigheimer Telldenkmal auch steht: Die Hoffnung, dass die Volksschauspiele immer wieder ihre Tore öffnen werden.

(Markus Wild-Schauber)