Sa., 28.07.2018, 20:00 Uhr
Der Vogelhändler

Operette von Carl Zeller

Grüß euch Gott, alle miteinander! Schaut’s euch meine Vögel an. Adam, Vogelhändler aus Tirol, liebt die Christel von der Post. Die beiden können aber erst heiraten, wenn der Vogelhändler einen festen Posten hat – und mit Protektion, von der Adam nichts weiß, wird er von den Prodekanen Süffle und Würmchen einer fragwürdigen Prüfung unterzogen und zum Menageriedirektor ernannt. Ein Gewirr aus Korruption, Techtelmechteln und Eifersüchteleien entsteht, bei dem sich Christel und der stets vergnügte Adam am Ende doch in den Armen halten! Carl Zellers Meisterwerk zum ersten Mal auf Deutschlands größter Freilichtbühne mit Hunderten von Mitwirkenden, Tanz, Live-Orchester und einer Musik, die einen Ohrwurm nach dem anderen bereit hält. Dauer: ca. 3 Stunden inkl. Pause

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Weitere Termine:
So., 29.07.18, 17:00 (ausverkauft)
So., 05.08.18, 14:30
Sa., 11.08.18, 20:00
S0., 12.08.18, 14:30
So., 19.08.18, 14:30
So., 26.08.18, 14:30

Fotos

Rollenbesetzung

Inszenierung Manfred Straube
Musikalische Leitung Ulrich Wagner
Nachdirigat Alexander Binder
Korrepetition Jakob Raab, Anja Weber
Kostüme Peter Sommerer
Choreografie Andrei Golescu, Julia Krug
Bühne Bettina Scholzen
Spielleitung Anna Franziska Huber
Regieassistenz Anna Franziska Huber
Soufflage Sabine Stößer
Reiterinspektion Simone Fettig, Jutta Kühn

PERSONEN

Kurfürstin Marie Clara-Sophie Bertram, Myriam Mayer
Baronin Adelaide Christina Heck, Sabine Speck
Baron Weps, kurfürstlicher Wald- und Wildmeister Reinhard Danner, Maximilian Tüg
Graf Stanislaus, Garde-Offizier Philipp Nicklaus, Moritz Kallenberg
Süffle, Professor Paul Hug, Johannes Tüg
Würmchen, Professor Julian Baumstark, Kurt Tüg
Von Scharnagel, Kammerherr Stefan Brkic, Alexander Grünbacher
Quendel, Hoflakai Stefan Hunkler, Rudi Wild
Schneck, Dorfschulze Martin Kühn
Christel, Briefträgerin Lisa Hähnel, Mitstudium: Judith Herz
Adam, Vogelhändler aus Tirol Beau Gibson, Max Friedrich Schäffer
Emmerenz, Schnecks Tochter, dreifache Witwe Tina Kalkbrenner, Elisabeth Hug
Nebel, Wirtin Carmen Hunkler, Petra von Rotberg
Jette, Kellnerin Judith Herz, Anna Hug
Komtesse Mimi Anna Beckert, Lucy Schindele
Ein Piqueur Felix Hempel
Mauron, Tiroler Jonas Landhäußer, Finn Schindele
Egydi, Tiroler Jannik Friedrich, Pascal Wagner
Magerl, Gemeindeausschuss Walter Kühn, Hans-Peter Mauterer
Zwilling, Gemeindeausschuss Heinz-Peter Löffler, Werner Sachsenmaier
Keller, Gemeindeausschuss Gerold Baumstark, Siegfried Peter
Weinleber, Gemeindeausschuss Bernd Kessler, Paul Maier
Kurfürst Reiner Bitterwolf

Reiterei der Volksschauspiele Ötigheim
Gespannfahrer Gustav Schäfer

Orchester der Volksschauspiele Ötigheim

Großer Chor und Junger Chor der Volksschauspiele Ötigheim · Hofgesellschaft 

Chorsoli Gerold Baumstark, Matthias Götz, Barbara Englen, Heike Kary, Walter Kühn, Heinz Lorenz, Stefan Pikora, Rudi Wild

Männergesangverein 1863 e.V. · Einstudierung:Stefan Kistner

Frauenchor BelleAmie · Einstudierung:Annedore Hacker

Tanzgruppen der Volksschauspiele Ötigheim

Gaukler, Jongleure und Stelzenläufer · Gendarmen · Diener · Kellnerinnen und Kellner · Umbaumannschaft· Frauen, Männer und Kinder der Spielergemeinschaft der Volksschauspiele Ötigheim

Pressestimmen

Badische Neueste Nachrichten, 18. Juni 2018
IMMER AM SCHNURREN

Die Premiere von Carl Zellers Operette Der Vogelhändler stand bei den Volksschauspielen Ötigheim unter einem guten Stern: Schönes, aber nicht zu heißes Sommerwetter, ein blauer Himmel, der sich im Laufe des Abends sanft eindunkelte, neben der tief hängenden Mondsichel ein früher Stern. Beste äußere Bedingungen also für eine gelungene Premiere auf der großen Freilichtbühne mit ihren beeindruckenden Bühnenbauten. Zellers Der Vogelhändler auf ein Libretto von Moritz West und Ludwig Held gehört zu den meistgespielten Operetten überhaupt. Inhaltlich gibt es einige Parallelen zu Mozarts und da Pontes Hochzeit des Figaro – Liebes- und Verwechslungsknoten über Standesgrenzen hinweg, eine betrogene Kurfürstin beziehungsweise Gräfin, eine aktionsreiche Handlung mit einer ordentlichen Prise Situationskomik, dann, nach all den Irrungen und Wirrungen, ein lieto fine, ein glückliches Ende. Die Kurfürstin greift ordnend ein, die richtigen Paare finden sich, Zeit für Jubel und ein großes Finale.
Groß in der Tat sind auch die Möglichkeiten, die ein Regisseur in der stimmungsvollen Freilichtbühne hat: Jede Menge Platz für üppig besetzte Volksszenen, Kutschen, Pferde, Eselchen, Gaukler, Jongleure und Ballett. Manfred Straube nutzt diese Möglichkeiten und liefert viel Futter für die Augen, aber er sorgt auch dafür, dass die Hauptpersonen immer gut zu sehen, ihre Beziehungen und Motive nachzuvollziehen sind. Bettina Scholzen richtete die Bühne ein, Peter Sommer entwarf die unzähligen farbenprächtigen Kostüme. Das Dirigat lag in den Händen von Ulrich Wagner, der nicht nur das komplexe musikalische Geschehen zwischen Bühne und Orchester souverän koordinierte, sondern auch mit zügigen Tempi die Handlung am Schnurren hielt. Dass es keine Sekunde Leerlauf gab, lag wohl auch daran, dass es im Vogelhändler wenig Dialoge gibt. Die Operette könnte mit ihren vielen Chören, Liedern, Duetten und Ensembles durchaus als Singspiel durchgehen, und so waren es vor allem die volksliedhaften Tonfälle, die Walzerlieder und großen Chorszenen, die überzeugten. Zum eindrucksvollen Klangerlebnis vereinigten sich der Große und der Junge Chor der Volksschauspiele Ötigheim, der Männergesangverein 1863 und der Frauenchor BelleAmie. Viel Lust am Komödiantischen versprühten die Gesangssolisten, allen voran die stimmlich und physisch ungemein bewegliche Lisa Hähnel. Ihre Christel hat Temperament, Feuer, Charme und Witz. Den Tiroler mit amerikanischen Wurzeln Adam verkörperte Beau Gibson, der die bekannten Walzerlieder Schenkt man sich Rosen in Tirol und Wie mein Ahnl zwanzig Jahr anrührend gestaltete. Clara-Sophie Bertram wurde jeder Facette der Kurfürstin Marie gerecht; sie überzeugte als Bauernmädchen und Landesmutter wie als liebende und eifersüchtige Ehefrau. Als geblüht der Kirschenbaum gestaltete sie zu einem noblen Ruhepunkt im turbulenten Treiben. Deutlich heruntergekommen sind die beiden Adeligen Baron Weps und Graf Stanislaus: Ihre komischen, aber auch ihre menschlichen Seiten verkörperten Reinhard Danner und Moritz Kallenberg aufs Vortrefflichste. Paul Hug und Julian Baumstark lieferten als Professoren eine wunderbare Satire ab, Martin Schulz überzeugte als rustikaler Dorfschulze. (Birgitta Schmid)

Badisches Tagblatt, 18. Juni 2018
GRANDIOSER SAISONSTART IN ÖTIGHEIM

Den Ötigheimer Volksschauspielen ist am Wochenende ein fulminanter Start in die neue Freilichtsaison gelungen. Mit Carl Zellers Operette Der Vogelhändler hat sich das bewährte Laienensemble ein heiteres Werk mit vielen musikalischen Hits ausgewählt, aber gewiss kein leichtes: Operette ist niemals leicht für die Ausführenden, weil in der temporeichen Handlung jede Pointe sitzen muss und dabei noch mit originellen musikalischen Einfällen garniert wird.
Umso mehr ist die hochprofessionelle Aufführung zu würdigen, die Regisseur Manfred Straube und der musikalische Leiter Ulrich Wagner auf die Bühne gestellt haben. Beide haben mit ihren Produktionen der letzten Jahre die Volksschauspiele noch ein ganzes Stück besser, flexibler und moderner gemacht. Die Premiere wurde am Samstagabend mit Standing Ovations gefeiert, im Publikum waren auch viele politische Mandatsträger, angeführt von Justizminister Guido Wolf. Passenderweise war auch Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski vor Ort, schließlich war Carl Zeller zu seiner Zeit ihr direkter Amtskollege: Der Komponist war Jurist und Kunstreferent im Wiener Unterrichtsministerium.
Die Handlung der Operette ist fast nebensächlich: Es geht um die Bauern, die den kurfürstlichen Wald leergewildert haben – sicher aus Hunger, hier aber in nostalgischer Verklärung eher aus Lebensfreude – um einen bestechlichen Wildmeister, einen Tiroler Vogelhändler mit echten zwitschernden Kanarienvögeln, eine Kurfürstin, die sich als Bauernmädchen verkleidet unters Volk mischt, und um die patente Briefträgerin Christel, die ihrem Adam aus Tirol einen Job besorgen will.
Manfred Straube, erfahren im Umgang mit den großen Menschenmengen auf der ausladenden Freilichtbühne, hat in dieser Produktion alles noch ein bisschen fließender, beweglicher gestaltet: Die Chöre ergießen sich geradezu über die große Haupttreppe, nehmen blitzschnell in lockeren Gruppen ihre Positionen ein und agieren ganz natürlich. Alle Bereiche der Bühnenlandschaft werden bespielt. Immer herrscht wuselndes Leben: Das dominierende Hauptgebäude wurde mit einem Wandelgang versehen und so mit agilen Menschen belebt. Die große Treppe wird durch wenige Requisiten zum romantisch beleuchteten Schlosspark (Bühne: Bettina Scholzen). Peter Sommerers Kostüme sind bunt und detailreich gearbeitet.
Herausstechend sind vor allem die Chöre: Die Ensembles der Volksschauspiele wurden für diese Aufführung noch um den Männergesangverein und den Frauenchor Belle Amie ergänzt, dazu kommen Profis des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, wo Ulrich Wagner im Hauptberuf Chordirektor und Kapellmeister ist – was ihn in Zukunft so in Anspruch nehmen wird, dass er den Ötigheimern nach dieser Saison Lebewohl sagt. Aber was für ein Abschiedsgeschenk hat er da einstudiert: An Präzision und Klangschönheit, auch an Textverständlichkeit bleiben keine Wünsche offen. Die stabilen Chöre ermöglichen Wagner ein flottes Tempo mit dem Orchester der Volksschauspiele, so dass die Operette Feuer in den schmissigen Passagen und innige Glut in den volksliedhaften Duetten hat.
Man könnte ja ständig mitsingen, vom ersten Grüß Euch Gott, alle miteinander (das Pfarrer Erich Penka schon bei seiner Begrüßung als Vorsitzender mit schönem Tenor ins vollbesetzte Auditorium schmetterte) über die schmachtenden Rosen aus Tirol bis zum tiefsinnigen Wie mein Ahnl zwanzig Jahr. Ein Schlager ist das Auftrittslied der Christl von der Post, die hier in einer historischen gelben Kutsche der Großherzoglich Badischen Post hereinrollt. Es sind diese liebevoll inszenierten Bonbons, die eine Aufführung in Ötigheim unvergesslich machen, die Pferdegespanne, die Reiter, die Gaukler, die generationenübergreifenden Volksgruppen.
Lisa Hähnel hat schon mit ihrem ersten Auftritt die Sympathien gewonnen, wie sie da die Briefe im Publikum verteilt und die ungeduldigen Mitspieler warten lässt, denn bei der Post geht’s nicht so schnell. Sie ist eine professionelle Sängerin, die Hauptpartien dieser klassischen Operette erfordern das.
Als Kurfürstin überzeugt Clara-Sophie Bertram mit leuchtendem Sopran und lebhaftem Spiel. Der glänzend disponierte Reinhard Danner von den Volksschauspielen behauptet sich als Baron Weps hervorragend im Solistenkreis. Moritz Kallenberg gibt einen prächtigen Offizier mit strahlendem Tenor ab, Beau Gibson ist schon von der Statur her ein rechter Naturbursche und als Vogelhändler aus Tirol (mit amerikanischen Wurzeln) die Operettenversion von Mozarts Papageno, der ja auch viel Verwirrung stiftet und am Ende doch die richtige Braut bekommt. Zu einem Kabinettstückchen wird das Duett der beiden Professoren Süffle und Würmchen: Ich bin der Prodekan, man sieht’s mir gar nicht an – das hat nicht nur herrlichen Witz, sondern musikalisch feinste Raffinesse, verdienter Zwischenapplaus für Paul Hug und Julian Baumstark.
Aus dem Ensemble der Volksschauspiele überzeugen Martin Kühn als Dorfschulze und Christine Heck als standesbewusste Gräfin Adelaide. Das Lederhosen-Ballett in der Choreografie von Andrei Golescu und Julia Krug ist eine mit Esprit modernisierte Einlage, die sich nahtlos in die Handlung fügt. Die Aufführung endet überwältigend mit Feuerwerk und Rosen für das Publikum. (Sabine Rahner)

RA Today, 17. Juni 2018
TOLLES STÜCK

Eine mitreißende Aufführung, exzellente Sänger und ein buntes spielfreudiges Ensemble mit vielen herausstechenden Charakteren überwältigte bei der überaus gelungenen ersten Vorstellung des diesjährigen Hauptstückes bei den Volksschauspielen in Ötigheim. Der Vogelhändler, aus der Feder von Carl Zeller ist eine unterhaltsame Operette, die die wichtigsten Zutaten eines solchen Stückes in sich vereint: Eine schöne Gräfin, einen jungen Verführer, ein süßes einfaches Mädchen und ihren treuen Verlobten. Verwicklungen und Verwirrungen sind vorprogrammiert.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Christel von der Post liebt den Vogelhändler Anton aus Tirol. Dieser will sie aber erst heiraten, wenn er eine feste Anstellung gefunden hat. Sie verschafft ihm einen Posten beim Kurfürsten. Er glaubt, sie hat eine Affäre mit dem Fürst und bricht die Verlobung. Am Ende stellt sich heraus, dass alles eine Verwechslung war.
Das Stück lebt von seiner Musik und den lebendigen Tanzszenen, die die vielen Ensembles der Volksschauspiele Ötigheim spritzig präsentierten. Das Ballett begeistert als sexy Tirolerinnen und die Chöre zeigen ihr Können in immer neuen Szenen. Die heimlichen Stars der großen Inszenierungen auf der Freilichtbühne sind auch in diesem Jahr die Pferde und Esel, die Kurfürsten, Barone und Grafen ebenso befördern, wie auch die Boten und Soldaten.
Der ganze Stolz der Macher ist die originale Postkutsche aus dem Großherzogtum Baden, mit der die Christel von der Post ihre Briefe befördert. Damit sie ihren Auftritt haben kann, wurde die Handlung just aus der Kurpfalz nach Baden verlegt. International wird das Geschehen mit dem Tenor Beau Gibson, der als Anton aus Tirol, seine US-Amerikanische Herkunft nicht verleugnen kann.
Das einfallsreiche und interessant choreographierte Stück, das Manfred Staube inszenierte, endete mit einem Feuerwerk. Das Publikum war elektrisiert und zollte dem Ensemble tosenden Applaus und stehende Ovationen für die hervorragende Premiere-Vorstellung, der noch weitere 13 Aufführungen in diesem Theatersommer folgen. (Beatrix Ottmüller)

Verstärkung

Geboren im thüringischen Gotha studierte Manfred Straube Opern- und Liedgesang an der Franz-Listz-Hochschule in Weimar. Auf Empfehlung von Professor Harry Kupfer begann er ein Regiestudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, wo er von Künstlerpersönlichkeiten wie Götz Friedrich, Walter Felsenstein und Erhard Fischer geprägt wurde. Nach der Ausbildung startete Straube sowohl eine Karriere als Sänger, wie auch als Regisseur am Volkstheater Halberstadt. Es folgten Stationen am Theater Brandenburg und in Berlin. 1983 übernahm er die Operndirektion an den Städtischen Bühnen Erfurt. Nach seinen eigenen Aussagen war dies seine produktivste und erfolgreichste Zeit: Im Team mit Generalmusikdirektor Ude Nissen brachte seine Tannhäuser-Inszenierung in­ter­nationale Anerkennung und wurde vom Musiktheater-Institut Bayreuth als eine der drei besten Inszenierungen im Wagner-Jahr 1983 in Europa ausgezeichnet. 1991 wurde er als Intendant an das Landestheater Neustrelitz berufen, wo er mit den Inszenierungen Rusalka, Anatevka und Bernsteins West Side Story große Erfolge feierte. 1994 wechselte er als Generalintendant an das Volkstheater Rostock. Seit 1997  geht er den Weg eines freischaffenden Regisseurs.

Die Nürtinger Sopranistin Lisa Hähnel studierte an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Friedemann Röhlig Konzert- und Operngesang sowie Ge­sangpädagogik. Bei den Volksschauspielen Ötigheim ist sie seit 2013 regelmäßig zu Gast, gestaltete das Bärbele in Jessels Schwarzwaldmädel, den Singenden Engel in Saiers Passion und 2018 die Christel von der Post in Zellers Vogelhändler. Auch beim Festliches Konzert war sie 2016 gemeinsam mit Jay Alexander zu erleben. Seit der Spielzeit 2014/15 tritt sie als Gastsolistin am Badischen Staatstheater in Erscheinung und sang u.a. in Loewes My Fair Lady und Verdis Macbeth. Zur Zeit gibt sie den Jacob in der monodramatischen Kinderoper Gold! (UA 2012).

Clara-Sophie Bertram studierte an den Hochschulen Leipzig und Karlsruhe Gesang. Nach ihrem Abschluss im Fach Oper ergänzt sie gegenwärtig ihre Ausbildung durch den Masterstudiengang Lied bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, zusätzlichen Unterricht erhält sie bei Julia Varady. Die Sopranistin be­suchte zahlreiche Meisterkurse. Die mehrfache Stipendiatin gastierte in der Spielzeit 2017/18 am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Nationaltheater Mannheim und war in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker erstmals zu hören. Im Vogelhändler ist sie als Kurfürstin Marie zu erleben.

Die aus der Region Tübingen stammende Sopranistin Myriam Mayer absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Ein einjähriger Auslandsaufenthalt in Paris und der Besuch verschiedener Meisterkurse gaben ihr weitere wichtige künstlerische Impulse. Die Sängerin war be­reits an den Städtischen Bühnen Frank-­ furt, dem Theater Pforzheim, dem Staatstheater Stuttgart und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zu erleben. Auf Deutschlands größter Freilichtbühne ist sie, nach ihren umjubelten Auftritten bei den Festlichen Konzerten 2017, 2018 erneut zu hören.

Der Tenor Beau Gibson wurde 1979 in Knoxville, Tennessee geboren ist derzeit als Opernsänger in Europa und den USA tätig. Nach seinem Studium an der Rice University wurde er unter anderem an die Chautauqua Opera in New York, die Oper San Francisco, die Houston Grand Opera, die Wolf Trap Opera in Washington, DC und die Oper Los Angeles engagiert. Sein gefeiertes Deutschland-Debüt gab er 2011 in Pizzettis Murder in the Cathedral an der Oper Frankfurt, wo er ab 2012 für Spielzeiten lang festes Ensemblemitglied war. Bei den Volksschauspielen ist er 2018 als Adam zu erleben.

Der Tenor Max Friedrich Schäffer wuchs in Hannover auf, wo er erste solistische Aufgaben im dortigen Knabenchor übernahm. Schon während seines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Hochschule für Musik Karlsruhe war er regelmäßig in Konzerten und Opernproduktionen zu hören. Von 2010 bis 2015 war Max Friedrich Schäffer zunächst im Opernstudio und dann als Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater engagiert, dem er bis heute als Gastsolist verbunden ist. Seit 2015 arbeitet er als freischaffender Sänger. In Ötigheim gibt er den Vogelhändler Adam.

Der Tenor Moritz Kallenberg erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Knabenchor capella vocalis Reutlingen. Sein Studium absolvierte er an der Musikhochschule Freiburg, seit Oktober 2014 auch am Conservatorio Luigi Cherubini in Florenz. Im Januar 2012 sang er seine erste Partie am Stadttheater Freiburg. Es folgten u.a. Engagements bei den Osterfestspielen der Berliner Philharmoniker im Festspielhaus Baden-Baden, der Franz Liszt Academy Budapest und der Staatsoperette Dresden. Zudem widmet er sich intensiv im In- und Ausland mit Messen von Mozart, Schubert, Haydn und den Kantaten Johann Sebastian Bachs dem Konzertfach. In Carl Zellers Vogelhändler verkörpert er den Garde-Offizier Graf Stanislaus.

Der Tenor Philipp Nicklaus, auf Deutschlands größter Freilichtbühne ebenfalls als Graf Stanislaus zu sehen,  studierte Gesang bei Bernhard Gärtner an der Musikhochschule Stuttgart. Ne­ben seiner regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland ist er inzwischen auch gefragter Opernsänger. Nach mehreren freien Produktionen im Großraum Stuttgart folgten Engagements an der Staats­oper Stuttgart, der Jungen Oper Mannheim, dem Theater Augsburg, dem Theater Freiburg und den Staufer Festspielen Göppingen. Zu seinen auf der Bühne gesungenen Partien zählen unter anderem Tamino (Die Zauberflöte), Al­fred (Die Fledermaus), Gomatz (Zaide) und Anthony Hope (Sweeney Todd).