Die Rheinpfalz, 11. Juni 2018

Vogelhändler mit neuer Akustik

Die Vorfreude steigt. In der Woche bevor bei den Volksschauspielen Ötigheim die neue Freilichtsaison startet, haben die Verantwortlichen allen Grund zur Freude. Schon jetzt sind mehr als 72.000 Karten verkauft, die Auslastung liegt bei bis zu 85%. Mehr als 10.000 Tickets gingen dabei an Kunden in die Südpfalz.

Rund 15 Prozent unserer Gäste kommen aus der Südpfalz, bestätigt VSÖ-Geschäftsstellenleiter Marc Moll auf Anfrage. Die Anziehungskraft der mittelbadischen Naturbühne sei auch jenseits des Rheins ungebrochen. In dieser Spielzeit haben sich die Volksschauspiele mit der Operette Der Vogelhändler einer Mammutaufgabe gestellt. Vorallem die Chöre sind bei Carl Zellers Meisterwerk gefordert.

Bereits vor knapp zwei Jahren begannen die Proben. Neben den Chören der Volksschauspiele werden zwei weitere Chöre aus Ötigheim sowie 13 Mitglieder des Extrachores des Badischen Staatstheaters einen Klangkörper von rund 200 Sängerinnen und Sängern bilden. Auch wenn nicht immer alle auf der Bühne stehen werden, das Publikum kann sich ab der Premiere am 16. Juni auf beeindruckendes Musiktheater einstellen. Dies um so mehr, da die Volksschauspiele sich eine neue Tonanlage geleistet haben. Rund 200.000 Euro wurden in Mischpult, Verstärker und neue Lautsprecher investiert. Ulrich Wagner, der musikalische Leiter der Volksschauspiele, spricht von einem wahnsinnigen Qualitätsschub, denn erstmals werden nicht nur die Solisten, sondern auch Mitglieder im Chor mit Mikroport ausgestattet sein. Die Akustik hat sich enorm verbessert, auf allen Plätzen hört man den Gesang und die Musik jetzt ausgezeichnet, zeigt sich auch Regisseur Manfred Straube begeistert.

Schauplatz des Vogelhändlers ist ein pfälzisches Dorf am Rhein, die Handlung spielt Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Pfalz noch zu Bayern gehörte. Lieder wie Fröhlich Pfalz, Gott erhalt‘s, Ich bin die Christel von der Post und Schenkt man sich Rosen in Tirol sind zu zeitlosen Klassikern geworden, die zum Mitsingen einladen.

Während der Vogelhändler erstmals auf dem Programm steht, handelt es sich bei den anderen beiden Eigenproduktionen um Wiederaufnahmen. Nach dem riesigen Erfolg im Vorjahr wird Dschungelbuch – Das Musical im Juli vier Mal auf dem Programm stehen. Fünf Aufführungen gibt es vom Mittelalterkrimi Der Name der Rose im August.

Nicht mehr wegzudenken sind auf der Freilichtbühne die Festlichen Konzerte, die in diesem Jahr unter dem Anti-Brexit Motto stehen. Musik aus und über Großbritannien stehen auf dem Programm.  (Winnie Heck)

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