Badisches Tagblatt, 12. Oktober 2015

Freilichtbühnen schulen Mitarbeiter in Ötigheim

Repräsentanten von 22 Freilichtbühnen aus den fünf südlichen Bundesländern hießen die Volksschauspiele Ötigheim am Wochenende auf dem herbstlichen Tellplatz willkommen. Seine traditionelle Arbeits- und Jahrestagung nach der Sommersaison veranstaltete der Verband mit über 100 Teilnehmern erstmals hier. Die Organisation hatten die Ötigheimer mit gewohnt professioneller Präzision bestens im Griff. Nach einem zünftigen Essen stiegen die Workshopteilnehmer gleich in ihre Themenwelten ein: Bühnenbau, Musical-Tanz und Sprechtechnik standen auf dem Programm. Vereinsvorstände und Funktionsträger gruppierten sich derweil zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch. Während des Tagungswochenendes ließen sie sich durch ausgesuchte Referenten über Versicherungs- und Bühnenrecht informieren. Eine ausführliche Besichtigung der weitläufigen Ötigheimer Freilichtbühne durfte auf der Tagesordnung nicht fehlen und machte Eindruck. Während die kleineren Bühnen auch über Kooperationen nachdenken oder schon verhandeln konnten, bleiben die Volksschauspiele weiterhin einzigartig und konkurrenzlos: Aufgrund der Größe dieser Naturbühne und des einmaligen, nach Hunderten zählenden Volksensembles können wir mit unseren Produktionen nirgendwo anders auftreten, und andere können auch unsere Bühne nicht füllen, wie der Geschäftsführende Vorstand Werner Sachsenmaier dem BT erläuterte. Im Arbeitskreis Freilichtbühne aktuell erörterten die Theatermacher aus dem Süden Deutschlands auch zukunftsweisende Sujets. Gestern endete das auf allen Ebenen arbeitsintensive und doch gesellige Herbstcamp. Unser Foto entstand im Workshop der durchweg ehrenamtlich tätigen Kulissenbauer, die hier Modelle für Totempfähle, Vereinslogos, Mauersteinwände und Wasserspeier schnitzten – aus Styropor. (Manuele Behrendt)

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