Badisches Tagblatt, 20. September 2020

Theaterbetrieb 2021 mit Hygienekonzept

Es gibt 2021 wieder Theater auf dem Tellplatz; wir lassen es in der Sommersaison krachen mit vielen kreativen Ideen. Es wird ein sehr besonderer Sommer, weil wir Dinge machen, die es vorher noch nie gab, sagte Maximilian Tüg, geschäftsführender Vorstand der Volksschauspiele Ötigheim (VSÖ), bei der Jahreshauptversammlung am Samstag im Zuschauerraum der Freilichtbühne.

Bevor sich der bei dem Vereinstreffen neu gewählte Verwaltungsrat mit dem potenziellen Programm rund um die Jubiläumsaufführung von Wilhelm Tell beschäftigt, muss ein ausgeklügeltes Hygienekonzept für den Zuschauer- und Spielerbereich her. Machen wir uns nichts vor; eine völlig normale Sommersaison wird es wohl nicht geben, resümierte Tüg nüchtern.

Wie und mit welchen Szenarien man in den Sommer 2021 startet, will man in den kommenden Wochen durchrechnen. Dabei wird alles in Betracht gezogen, was möglich sein könnte – vom ganz normalen Sommer wie eh und je bis hin zum worst case. (…)

Wie sehr die VSÖ im Dorf ein verbindendes Element darstellen, merke man laut Tüg gerade in diesem besonderen Jahr. Das großflächige Freilichtfoyer der VSÖ ermöglichte es, ab Juli befreundeten Vereinen ein Areal zum Proben zu bieten, aber auch selbst unterschiedliche Aktivitäten aufzunehmen. Damit haben wir eine Art Normalität in unsere Gruppierungen gebracht und dafür gesorgt, dass sich die Ressorts wieder treffen konnten; ein richtiges Proben war das aber nicht, sagte Tüg. (…)

Schritt für Schritt stehe nun richtiges Proben unter den vorherrschenden Vorschriften auf dem Plan, um den Theaterverein neu voranzubringen. Ab Januar startet die Saison auf der kleinen bühne mit einer Inszenierung von Peter Lüdi. Anfang März wird das Ballett Die Puppenfee in der Mehrzweckhalle nachgeholt.

Bürgermeister Frank Kiefer betonte als stellvertretender VSÖ-Vorsitzender: Auf Kosten von Gästen und Spielern gehen wir keine Risiken ein; wir müssen den Zusammenhalt pflegen, Zuversicht haben. Wir schreiten gemeinsam voran und gehen offen miteinander um. (Manuela Behrendt)

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