Badisches Tagblatt, 10. Februar 2015

Neue Tafel erinnert an Verdienste des Ehrenbürgers

Am 7. Februar 1955 verstarb Pfarrer Josef Saier im Alter von 81 Jahren. Am vergangenen Samstag kamen daher viele Ötigheimer in der Pfarrkirche zusammen, um Saier, der sich in besonderem Maße um Ötigheim verdient gemacht hatte, zu gedenken. Der große Chor der Volksschauspiele wirkte bei dem Gedenkgottesdienst unter der Leitung von Ulrich Wagner mit. An der alten Orgel saß dessen Vorgänger Matthias Hammerschmitt.

Bei der Gedenkfeier stellte Pfarrer Erich Penka die besonderen Eigenschaften des sehr religiösen Seelsorgers heraus. Landrat Jürgen Bäuerle lobte die Persönlichkeit Saiers. Auch der Präsident der Josef-Saier-Stiftung war mit dem gesamten Stiftungsvorstand anwesend. Nach der Gedenkfeier zogen die Besucher zum Friedhof, wo Bürgermeister Frank Kiefer am Grab des Gründers der Volksschauspiele dessen bedeutenden Lebensweg und die großen Verdienste herausstellte. 1923 wurde Saier vom damaligen Bürgermeister Karl Kühn zum ersten Ehrenbürger der Gemeinde ernannt.

Die Gedenkfeier auf dem Friedhof wurde von einem Bläserensemble des Ötigheimer Musikvereins unter der Leitung von Mario Ströhm musikalisch umrahmt. Angetan waren die Anwesenden, als am Grab – angebaut an den alten Grabstein – eine Gedenktafel in Stein enthüllt wurde. Auf dieser Tafel sind die Verdienste Saiers von einem Steinmetz eingearbeitet. Gestiftet wurde die Granittafel von Horst Herrmann, der wohl mit am längsten auf dem Tellplatz mit Josef Saier zusammengearbeitet hatte. Noch heute verehrt der mittlerweile 87-Jährige den Spielpfarrer. Allerdings konnte Herrmann aus gesundheitlichen Gründen dieser Gedenkstunde nicht beiwohnen. (Kurt Wagner)

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