Badische Neueste Nachrichten, 11. Januar 2014

Zum Probenbeginn soll Raumnot ein Ende haben

Die Raumnot wird bald ein Ende haben, die Situation im Probebetrieb sich deutlich entspannen: Am letzten Spieltag der Saison 2013 wurde auf dem Tellplatz das alte Kantinengebäude im Aufenthaltsbereich der Spieler samt Kiosk abgerissen und Mitte September begannen die Arbeiten zum Bau eines zweigeschossigen Mehrzweckgebäudes für die Volksschauspiele Ötigheim.

Der Rohbau steht, gestern wurde auf dem Gelände der Freilichtbühne das Richtfest gefeiert – gemeinsam mit Vertretern aus dem Kreistag, dem Gemeinderat und Mitgliedern der Volksschauspiele. Der rund 1,6 Millionen Euro teure Neubau (Architekt Michael Heid) stellt zusätzliche Proberäume für die Darsteller zur Verfügung – und auch Räume, die der Vorbereitung der Chöre und des Orchesters vor den Aufführungen dienen. Rechtzeitig zum Probenbeginn Ende Mai soll das Gebäude fertiggestellt sein, berichtete der Vorsitzende der Volksschauspiele, Pfarrer Erich Penka, nachdem Zimmermann Jürgen Weidenbacher den obligatorischen Richtspruch gesprochen hatte.

Es hat gut 20 Jahre gedauert, bis das Projekt in Angriff genommen werden konnte, sagte Penka, dankte allen Handwerkern, Planern und Unterstützern – und warf einen wehmütig-nostalgischen Blick auf die alte Kantine aus der Anfangszeit und ihren hohen emotionalen Stellenwert. Allerdings zeige die erfolgreiche Entwicklung der Volksschauspiele, wie notwendig und wichtig das neue Gebäude sei. Lange haben die Mitglieder davon geträumt. Jetzt ist der Traum wahr geworden. Das Gebäude wird allen zu Gute kommen, jeder wird davon profitieren, betonte Bürgermeister Frank Kiefer, zugleich stellvertretender Vorsitzender der Volksschauspiele.

Den Hauptanteil an den Kosten trägt seiner Aussage zufolge mit rund 1,22 Millionen Euro der Volksschauspielverein, die Aufnahme eines Kredits in Höhe von 563 000 Euro sei 2014 notwendig. Der Rest werde über Zuschüsse in Höhe von insgesamt 382 000 Euro abgedeckt: Die Gemeinde Ötigheim schießt 150 000 Euro zu, der Landkreis Rastatt unterstützt mit einem Zuschuss von 120 000 Euro. Das Land steuert in einer ersten Tranche 62 500 Euro bei (beantragt war ein Landeszuschuss in Höhe von 250 000 Euro). Und die Josef-Saier-Stiftung unterstützt das Projekt mit 50 000 Euro.

Was in vier Monaten hier entstanden ist, kann sich sehen lassen, meinte Landrat Jürgen Bäuerle und lud als Präsident der Josef-Saier-Stiftung zu einem Sponsorenabend am 27. September ein. Er wolle dabei kräftig die Werbetrommel rühren für die Volksschauspiele, die weit über Ötigheim hinaus strahlen, lobte Bäuerle zugleich das außerordentliche ehrenamtliche Engagement.

Anschließend konnte das Gebäude besichtigt werden. Im Erdgeschoss befinden sich die Küche und eine Probebühne. Dieser Bereich kann, wie Pfarrer Penka erklärte, während der Spielsaison als Aufenthaltsraum für die Spieler (Kantine) genutzt werden. Für die Vorbereitung des Chores und des Orchesters gebe es einen separaten Probenraum im Obergeschoss, welches auch über eine große Dachterrasse verfügt. Vorratsräume und Flächen zur Aufbewahrung von Noten, Instrumenten und Requisiten (Magazinräume) befinden sich im Untergeschoss

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