Badisches Tagblatt, 22. August 2017

Neue Gerichte sollen Akzente setzen

Im vorigen Sommer hat das Badische Tagblatt begonnen, die Organisationsstruktur der Volksschauspiele Ötigheim (VSÖ) vorzustellen. Im Fokus standen drei der fünf Ausschüsse, die hinter Pfarrer und Bürgermeister sowie dem geschäftsführenden Vorstand das professionelle Amateurtheater steuern.

Ausführlich unter die Lupe genommen wurden die Abteilung Spielbetrieb, welche sämtliche Proben für alle Produktionen auf der Naturbühne und im Kammertheater koordiniert, der künstlerischen Ausschuss als Intendanz der VSÖ sowie der Spielervorstand, der das Bindeglied zwischen Darstellern und Vereinsleitung bildet und bei Rollenbesetzungen berät.

In neuer Formation ist im Zug des Generationenwechsels seit der Jahreshauptversammlung im April die Vereinsorganisation aktiv. Hinter dieser Bezeichnung steckt die Durchführung der Besucherbewirtung bei den festlichen Konzerten, allen Gastspielen sowie internen VSÖ-Veranstaltungen.

Bei eigenen Schau- und Singspielproduktionen, wenn Hunderte von Akteuren aus den VSÖ-Reihen auf der Bühne stehen, greift das Amateurtheater bei der Bewirtung im Freilichtfoyer auf die Hilfe von ortsansässigen Vereinen zurück. Stehen allerdings festliche Konzerte und Gastspiele auf dem Programm, gibt es massive Unterstützung durch die Darsteller; bis zu 80 Prozent der Schauspieler, Sänger und Tänzer engagieren sich als Bewirtungshelfer; die Motivation ist enorm, sagt Thomas Piek. Er ist der Kopf der Vereinsorganisationsgruppe.

Mit im rührigen Team sind Daniel Neu, Michael Patzelt, Lukas Tüg und Carolin Wegner. Pro Veranstaltung sind im Foyer bis zu 70 Mitstreiter im Einsatz. In der Pause muss es ohne lange Wartezeiten reibungslos laufen, um die Tellplatzgäste schnell mit Speis? und Trank zu versorgen, erklärt Piek die Aufgabenstellung in der heißen Phase.

Wenn am Sonntag mit der Verköstigung von 450 VSÖ’lern bei der Saisonabschlussfeier der Theatersommer endet, hat das neue Gremium die erste Feuerprobe bestanden. Einer der bedeutsamsten Jahrestermine, die Aufführung des Hauptstücks für Senioren, lief in Sachen Gästebewirtung aus Pieks Sicht bestens. Die nächste Herausforderung für den Organisationsausschuss ist der VSÖ-Kameradschaftsabend im Herbst.

Als Resümee im neuen Amt blickt Piek zurück auf viel Arbeit, lobt gleichzeitig das gute Team, das zusammenpasst. In Planung ist nun die Weiterentwicklung des Speiseangebots. Mit dem Trendfood Pulled Pork sowie vegetarischen Alternativen will man künftig Akzente setzen. Ein Novum, der Theaterteller zum Sekt, erlebte in diesem Sommer bereits eine erfolgreiche Premiere. Drei fein ausgarnierte Baguette-Scheiben mit pikanten Aufstrichen kamen beim Publikum an. Jugendlich-hippen Schwung brachte der ebenfalls gut frequentierte Cocktail-Stand auf das Tellplatz-Foyer. (Manuela Behrendt)

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