Badisches Tagblatt,

Ideenschmiede soll für Einfälle sorgen

Ohne das Rühren der Werbetrommel zieht kaum ein Theater Zuschauer an. Daher ist Öffentlichkeitsarbeit ein bedeutendes Rädchen auch im Verwaltungsapparat der Volksschauspiele Ötigheim (VSÖ).

In der aktuellen Besetzung mit David Kühn, Gerda Kühn, Stephanie Kuhn und Simone Schindele besteht das PR-Gremium um den Vorsitzenden Johannes Tüg seit der Jahreshauptversammlung im April. Im Rahmen der Verjüngung der Vereinsleitung ist das dynamische Team mit hoher Motivation und etlichen Visionen am Werk.

Den Verein mitgestalten zu dürfen, bereitet sehr, sehr viele Freude, sagt Tüg. Die große Aufgabe mit einem breiten Spektrum an Themen habe man zunächst unterschätzt, räumt der junge Mann ein. Hut ab vor dem Einsatz unseres Vorgängerteams, lobt er. Man habe nicht die Absicht, das Rad neu zu erfinden, wolle aber nach sorgfältiger Bestandsdurchtastung die Wegrichtung dort ändern, wo Handlungsbedarf besteht.

Corporate Identity heißt das Zauberwort. Die Außendarstellung der VSÖ soll mittels eines auf die Vereinsfarben Rot und Schwarz abgestimmten Erscheinungsbilds bei Plakaten, Programmheften sowie dem Spielplan optisch besser identifizierbar sein. Auch Schriftzüge und Layouts kommen auf den Prüfstand. Nach den Theaterferien steht ein erstes Resümieren innerhalb des Teams an.

Eine jährlich wiederkehrende Ideenschmiede mit interessierten VSÖ-Mitgliedern will man auf den Weg bringen, aus den Anregungen der VSÖ’ler neuen Input schöpfen und gleichzeitig die Vereinsinternen an der Wegbereitung für das Amateurtheater beteiligen. Ein hehres Unterfangen ist es, über neue Medien frische Zuschauergruppen zu erschließen.

Starken Anschub dafür erhält das Gremium durch die Publikumsbefragung. Laut David Kühn sei diese sehr gut gelaufen. Bislang gibt es 4000 Rückmeldungen. Durchweg „begeistert“ seien die Zuschauer von der Aktion. Die Auswertung der Bögen stelle sich zwar als große Aufgabe dar, eröffne im Gegenzug viele positive Überraschungen. Kühn sagt: Wir haben mit der Befragung unser gestecktes Ziel überschritten. Die Ergebnisse der Publikumsumfrage stellt das junge Team, dem einzig Gerda Kühn als erfahrene alte Häsin mit acht Jahren Erfahrung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für die VSÖ angehört, im Spätherbst der Öffentlichkeit vor.

Apropos jung: Frisch sind die Gesichter der Neuen allemal, aber neu bei den VSÖ ist keiner von ihnen. Sie alle sind erfahrene VSÖ’ler, mitunter von Kindesbeinen an mit dabei. Nach Feierabend stehen sie neben dem Ehrenamt in der Verwaltung als Rollenträger, Chorsänger und Tänzer auf der Bühne, engagieren sich in den Bereichen Technik und Regieassistenz. Tüg nennt dieses Multitasking positiven Stress, an dem richtiges Herzblut dranhängt, denn dieser Verein macht so viel Spaß. Und der Lohn der Mühen? Vielleicht in 15 bis 20 Jahren zufrieden auf positive Fragmente zurückblicken, mit denen wir die Volksschauspiele auf ihrem Weg unterstützten konnten. (Manuela Behrendt)

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