Badisches Tagblatt, 3. April 2017

Großer Schatz für den Verein

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Volksschauspiele Ötigheim (siehe auch Berichte auf der Lokalseite eins) stellte die Projekt- und Leitfadenentwicklerin Marissa Walzer erste Ergebnisse der VSÖ-Mitgliederbefragung vor.

Gemeinsam aus der Mitte des Vereins heraus habe man im Verlauf einer tollen Zusammenarbeit mit Walzer als Moderatorin im Oktober bei einem Workshop die Fragebögen entwickelt und Ende 2016 an 1361 Mitglieder verschickt. Anfang des Jahres kamen 265 ausgefüllte Formblätter an die VSÖ-Geschäftsstelle zurück. Gegliedert sind die Fragebögen in fünf Beurteilungskapitel: Infrastruktur, Organisation und Verwaltung – Stückeauswahl, künstlerischer Bereich – Außendarstellung – Vereinskultur – Gesamtzufriedenheit. Walzer berichtete von zahlreichen frei formulierten, konstruktiven Vorschlägen und Kommentaren, die noch nicht alle vollständig ausgewertet seien, aber bereits jetzt als großer Schatz für den Verein gelten. Aus Zeitgründen konnte bislang weder eine Feinanalyse noch eine Korrelation zwischen unterschiedlichen Informationen gemacht werden, sei aber vorgesehen. Im Galopp schickte Walzer die Versammlung durch einen kleinen Überblick erster Ergebnisse. Hervorragend schnitt unter der Rubrik Infrastruktur, Organisation und Verwaltung des Vereins das Ambiente im Spielerbereich ab. Auch war sich die große Mehrzahl der Mitglieder einig, Anlage und Gelände des Tellplatzes seien in gutem Zustand. Bemängelt wurde der fehlende Informationsfluss in Bezug auf Entscheidungen durch den Vorstand.

Fifty-fifty standen die Antworten zu den Statements: Ich kenne die einzelnen Aufgaben des Vorstands/Vollausschusses sowie Die Vereinsführung geht gut mit Kritik um.

Ausgezeichnet fielen dagegen Meinungen zur guten Erreichbarkeit des Vorstands aus. Auf den Prüfstand gerieten durch die Mitgliederbefragung zwar weitere Aufführungen von christlich orientierten Stücken, der Grundabsicht Josef Saiers Volk spielt fürs Volk dagegen fühlte sich der Großteil der Befragten verpflichtet. Positiv beurteilte man das blockweise Abspielen von Produktionen, hielt die Spieltage pro Saison für angemessen und wünschte sich Vorstellungstermine auf dem Tellplatz freitags ab 20 Uhr. In Sachen Vereinskultur stellte man störende Konflikte und im Fall von 22 Prozent der Befragten mangelnde Wertschätzung fest.

Grandiose Bestätigung erhielten die Feststellungen: Der Verein macht eine gute Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit, „Bei den VSÖ wird Gemeinschaft großgeschrieben, Es herrscht eine gute Stimmung und Ich fühle mich bei den VSÖ wohl.

Bürgermeister Frank Kiefer, stellvertretender Vorsitzender der VSÖ, sah die Ergebnisse der Mitgliederbefragung als Handlungsempfehlung für die Vereinsverantwortlichen. Im Spätjahr sei ein Workshop mit dem Vorstand geplant, um Priorisierungen vorzunehmen und über die kommenden Jahre hinweg Rahmenbedingungen zur Umsetzung von Verbesserungen zu schaffen. (Manuela Behrendt)

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