11.01.2014

Premiere für Hammelkomödie

Der Stoff um den gerissenen Winkeladvokaten Patelin stammt aus dem 15. Jahrhundert – und bleibt trotzdem hochaktuell: Am 17. Januar 2014, 20.00 Uhr ist Die Hammelkomödie nach einem französischen Dichter in der Fassung von Gert Hofmann auf der kleinen bühne der Volksschauspiele Ötigheim erstmals in der Inszenierung von Hannes Beckert zu sehen. Mit dem Stück, das bereits 1977 in Ötigheim zu sehen war, feiert die Winterresidenz des Theatervereins 50-jähriges Bestehen. Ausgewählt wurde die Komödie als Hommage an kleine bühne-Gründer Willi Panter der seinerzeit Regie führte.

Das Stück erzählt von dem ebenso beredten wie bequemen, hoch verschuldeten aber gerissenen Winkeladvokaten Patelin, der sich seit Jahr und Tag mit List durchs Leben schlawinert. Da er keine Lust hat zu arbeiten, ist die Kasse knapp. Sein angetrautes Weib wird langsam sauer – konnte sie sich doch schon seit sechs Jahren kein neues Kleid mehr kaufen. Aber woher nehmen ohne Geld? In einem turbulenten Reigen haut er alle übers Ohr: sein angetrautes Eheweib, den gierigen Tuchhändler und den verfressenen Schäfer. Er selbst mimt den todkranken Wahnsinnigen. Patelin sieht sich schon als Sieger des Geschehens, zieht am Ende jedoch als betrogener Betrüger den Kürzeren: Ausgerechnet der Mäh-sagende Schäfer Lämmlin reicht ihm mit seiner Bauernschläue das Wasser. Frei nach dem Motto: Wer anderen eine Grube gräbt, sollte mit der Schaufel umzugehen wissen.

Lag die Inszenierung 1977 in den Händen von kleine bühne-Gründer Willi Panter hat für die Neuauflage 2014 mit Hannes Beckert ein Regisseur am Pult Platz genommen, der „Die Hammelkomödie“ bestens kennt, war er doch in den damaligen Aufführungen selbst als Tuchhändler zu sehen. Hannes Beckert: In dankbarer Erinnerung an Willi Panter widme ich meine Inszenierung dem Gründer unserer ‘kleinen bühne’. Er hat mit seiner Arbeit bei jungen wie älteren Spielern dazu beigetragen, erfolgreich zu sein. Ich hoffe, wir erweisen uns seiner würdig. Der Plan, das Original-Ensemble aus dem Jahr 1977 2014 erneut spielen zu lassen, scheiterte aus verschiedenen Gründen. Aus dem Ursprungsensemble ist nur noch Siegfried Kühn als Richter zu erleben. Zusätzlich ausgewählt wurden aber solche Spieler, die zum Teil bereits unter Willi Panter auf der kleinen bühne gestanden haben, so Roman Gallion als Tuchhändler, Kurt Tüg als Doktor Patelin, Lissy Hatz als seine Frau Wilhelmine und Maximilian Tüg als Schäfer Lämmlin.

Die insgesamt elf Aufführungen der Hammelkomödie sind bereits ausverkauft. Wer die kleine bühne in der Jubiläumssaison 2013/2014 besuchen möchte hat dennoch die Chance: Für Die Blaue Stunde und den Claire-Waldoff-Abend Da wackelt die Wand (Gastspiel) sind auf www.volksschauspiele.de sowie telefonisch unter (07222) 968790 noch Karten erhältlich.

 

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