20.01.2016

Premiere für Der Schüler Gerber

Ein Schauspiel des österreichischen Gegenwartautors Felix Mitterer feiert am Freitag, 29. Januar 2016, 20.00 Uhr in einer Inszenierung von Gerhard Franz Brucker auf der kleinen bühne der Volksschauspiele Ötigheim Premiere. Der Schüler Gerber basiert auf einem Roman von Friedrich Torberg aus dem Jahre 1929 und thematisiert die Kämpfe der Jugend um Anerkennung von Lehrern und Eltern, Geliebten und Freunden. Für die insgesamt acht Vorstellungen bis 20. Februar 2016 sind noch Karten erhältlich!

Wien 1929: Kurt Gerber und seine Klassenkameraden gehen auf ein Realgymnasium und befinden sich im letzten Schuljahr vor der Matura. Doch Kurt Gerber wird von seinem Klassenlehrer Gott Professor Kupfer so verängstigt und klein gemacht, dass er sich kurz vor der Notenbekanntgabe aus dem Fenster stürzt.

1929 von Friedrich von Torberg verfasst und 1999 von Felix Mitterer dramatisiert, ist der Stoff heute aktueller denn je: Zwar haben sich die Gewichte zwischen Schülern und Lehrern sicher gewaltig verschoben – Persönlichkeiten wie Professor Kupfer, die ihre Stellung zum Machtmissbrauch nutzen, gibt es aber nach wie vor – und das sicher nicht nur im Schuldienst. Mobbing ist vor allem ein Begriff unserer Tage. Regisseur Gerhard Franz Brucker hierzu: Auch heute prallen oft die nach vorne, in die Zukunft gerichtete, nach Neuem strebende Jugend und starr in Traditionen gefesselte Gesellschaftskreise aufeinander und schaffen kaum zu lösende Konflikte. Beide Parteien müssen voneinander lernen, aufeinander zugehen und sich austauschen, indem sie miteinander über die kontroversen Standpunkte sprechen, und schließlich im Streben nach einer Konfliktlösung ein Stück weit miteinander gehen.

Karten für die Aufführungen am 30. Januar sowie 3., 12., 13., 14., 19. und 20. Februar sind unter Telefon (07222) 968790 und auf www.volksschauspiele.de erhältlich.

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