30.10.2021

Volksschauspiele trauern um Erfolgsgaranten

Manfred Straube prägte zwischen 1999 und 2018 mit zahlreichen Inszenierungen den Spielplan der Volksschauspiele, und etablierte die Gattung des Musiktheaters auf Deutschlands größter Freilichtbühne. Er verstarb am 22.Oktober überraschend im Alter von 76 Jahren in seinem Wohnort Sanitz bei Rostock.

In Ötigheim gehörte es schon immer zur Tradition, dass Musik, Chöre und Tanzgruppen den Spielplan an Deutschlands größter Freilichtbühne bereichern. Meist integriert in szenische Werke wie Die Passion oder Wilhelm Tell. Aber erst mit der My Fair Lady-Inszenierung von Manfred Straube im Jahr 1999, kam ein Werk des Musiktheaters zu einer fulminanten Aufführung. Es folgten u.a. mit Die Zauberflöte, Jesus-Christ-Superstar oder Im weißen Rössl mehr als ein halbes Dutzend Inszenierungen aus Oper, Operette und Musical, bis zu Der Vogelhändler im Jahr 2018, die das Musiktheater in Ötigheim zum festen Bestandteil des Spielplans machten.

Manfred Straube war ein Vollblut-Theatermann der alten Schule – ein Sänger, Regisseur und Theaterleiter, der in Weimar und Berlin studiert hat und sein Regiehandwerk bei Prof. Walter Felsenstein und Prof. Götz Friedrich gelernt hat. Er war Operndirektor in Erfurt, Intendant am Theater Neustrelitz und Generalintendant in Rostock. Darüber hinaus arbeitete er als freischaffender Regisseur in ganz Deutschland.

Alle, die ihn in seiner akribischen Arbeit persönlich kennenlernen durften, werden Manfred Straube als streitbaren, künstlerisch außerordentlich kompetenten und menschlich sehr integren Arbeitspartner und Freund in Erinnerung behalten.

 

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