07.05.2013

Erklingen zum Tanze die Geigen

Léon Jessel, 1871 in Stettin geboren, verdankt die deutsche Operettenbühne ein Werk, dessen Wirkung nicht zuletzt durch sein unverbraucht alemannisches Kolorit bedingt ist: Schwarzwaldmädel. 1917 an der Komischen Oper in Berlin uraufgeführt, gehören zu den populär gewordenen Stücken des 1933 überaus erfolgreichen und nach 1945 nochmals verfilmten Dreiakters Schwarzwaldmädel Stücke wie Erklingen zum Tanze die Geigen, Malwine, ach Malwine, du bist wie eine Biene und Mädle aus dem schwarzen Wald, die sind nicht leicht zu haben. Am Samstag, 15. Juni 2013, 20.00 Uhr feiert die Operette auf Deutschlands größter Freilichtbühne Premiere.

Die Handlung entführt das Publikum in das fiktive Schwarzwaldörtchen St. Christoph, in dem große Turbulenzen Schatten auf ein Großereignis im Dorf werfen: Das traditionelle Cäcilienest. Während der alte Domkapellmeister Blasius Römer mit den Vorbereitungen beschäftigt ist, schneien die beiden Wanderer Hans und Richard auf der Flucht vor dem heftigen Werben der Komtesse Malwine von Hainau herein und bitten um Quartier. Die ist den beiden jedoch kurzer Hand nachgereist. Blasius Römer indes erlebt seinen ganz persönlichen Frühling, hat er sich doch in seine junge Magd Bärbele verliebt. Auf dem Cäcilienfest münden die Liebeswirren schließlich in eine handfeste Rauferei…

Auf Deutschlands größter Freilichtbühne erwächst Léon Jessels berühmte Operette in einer Inszenierung von Stefan Haufe mit Hunderten von Mitwirkenden, großem Trachtenumzug, Tanz und Live-Musik zu monumentaler Größe. Das Ensemble besteht aus bewährten Ötigheimer Spielern, darunter zum Beispiel Christina Gailfuß als Bärbele oder Gerhard Franz Brucker als Blasius Römer, und professionellen Kräften zur Verstärkung. Aus den Reihen des Ensembles des Badischen Staatstheaters Karlsruhe konnte Kammersänger Edward Gauntt, ebenfalls als Domkapellmeister Römer, gewonnen werden, Lisa Hähnel brilliert als Bärbele, Annette Postel und Isabell Blechschmidt sind als Malwine von Hainau zu erleben.  Ein kurzweiliges und sehr vergnügliches Theatererlebnis, unvergängliche Melodien inklusive!

Das Schwarzwaldmädel ist am 15., 16., 22., 23., 29. und  30. Juni, 7., 27. und 28. Juli sowie 3. und 18. August und 1. September zu erleben. Wer für das Spieljahr 2013 keine Karten mehr ergattern konnte – 2014 steht Léon Jessels Schwarzwaldmädel als Wiederaufnahme auf dem Spielplan der Freilichtbühne.

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