22.07.2019

Entlang der Donau

Vom Wiener Stephansdom bis zum Budapester Burgpalast flanieren die Besucher der Festlichen Konzerte am Freitag, 26. und Samstag, 27. Juli 2019 (Beginn: 20.00 Uhr) entlang der Donau. Musikalisch hat Karl Albert Geyer, der die Leitung der Konzerte für 2019 übernommen hat, konzertante Tanzmusik, Operettenauszüge und einen Ballettquerschnitt herausgesucht, die vor dem inneren Auge das glitzernde Blau des Flusses ebenso heraufbeschwören, wie die Sehenswürdigkeiten der beiden Donaumetropolen. Beide Konzertabende sind bereits ausverkauft.

Ausgewählt wurden Werke, die in Verbindung mit der österreichischen Hauptstadt stehen, aber auch Musiken, die Ungarn repräsentieren. So gibt es beispielsweise im ersten Teil des Konzertabends zahlreiche Werke des eng mit Wien verbundenen Komponisten Johann Strauß zu hören: Vom berühmten, gar als inoffizielle Landeshymne des Bundeslandes Wien geadelten Walzer An der schönen blaue Donau, zu Auszügen aus den Operetten Wiener Blut oder Der Zigeunerbaron bis hin zu den Polkas Im Krapfenwald’l und Auf der Jagd. Franz Léhar, der Johann Strauß noch selbst als Dirigent erlebte, bietet in seiner mitreißenden Ouvertüre zu Zigeunerliebe ein Beispiel seiner genialen melodischen Meis­terschaft. Emmerich Kálmáns 1924 in Wien uraufgeführte, aber in Ungarn spielende Gräfin Mariza wird es im zweiten Teil in Kombination mit Melodien wie Wenn es Abend wird oder Komm mit nach Varasdin zu hören geben, ebenso Johannes Brahms Ungarische Tänze, Melodien die nicht nur auf dem Konzertpodium, sondern auch auf der Kinoleinwand Bekanntheit erreichten, so unter anderem in Charlie Chaplins Hitler-Satire Der große Diktator und dem Trickfilm Bugs Bunny.

Ein Programm, dass es den hauseigenen Kräften der Volksschauspiele leicht macht, sich vielseitig in Szene zu setzen: Der Kinder- und Jugendchor der Volksschauspiele (Einstudierung: Maria Bagger) wird sein Können in den beiden umfangreichen wie vielseitigen Konzertabenden im Kinderlieder-Marsch ebenso beweisen können, wie in Strauß’ Zepperl- und der Tritsch-Tratsch-Polka, der Große Chor brilliert u.a.  im Donau-Walzer und Ja, das Eisen wird gefüge aus der Operette Der Zigeunerbaron. Auch für die von Julia Krug und Andrei Golescu trainierten Tanzgruppen der Volksschauspiele gibt es ausreichend Gelegenheit, das Bühnenparkett mit Anmut zum Qualmen zu bringen. Die Choreografie zum Potpourri aus Josef Bayers Puppenfee – übrigens ebenfalls in Wien uraufgeführt – wird auf Deutschland größter Freilichtbühne ebenso zur Augenweide wie Fučíks Donausagenwalzer. Reinhard Danner, der bewährt auch die Moderation übernehmen wird, präsentiert sich im Duett mit Judith Herz in Komm mit nach Varasdin. Professionell unterstützt werden Chöre, Orchester und Tanzgruppen der Volksschauspiele von der Sopranistin Sybille Witkowksi und dem am Badischen Staatstheater Karlsruhe tätigen Tenor Harrie van der Plas.

Zwei wunderbare, hoffentlich laue Konzertabende mit zumindest gedanklichem Blick auf Schloss Schönbrunn, St. Stephan, Staatsoper, Kettenbrücke und Fischerbastei. Großes Feuerwerk inklusive!

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