09.10.2013

Beängstigend realistisch und brandaktuell

Ein Lehrer, eine Schulklasse, ein Experiment – das sind die Zutaten der Jugendclubproduktion „Die Welle“ (Regie: Frank Landua) die am 8. November auf der „kleinen bühne“ der Volksschauspiele Ötigheim Premiere feiert. Das Schauspiel von Reinhold Tritt nach dem beliebten Jugendbuch von Morton Rhue, zeigt, wie eine gefährliche Massenbewegung entstehen und alle in ihren Bann ziehen kann – selbst heute.

Das Stück beruht auf einer wahren Begebenheit, einem Unterrichtsversuch in Kalifornien aus dem Jahre 1967. Als Geschichtslehrer Ben Ross das Dritte Reich durchnimmt, können seine Schüler nicht glauben, dass so viele Menschen Hitler gefolgt sind. Um seiner Klasse zu zeigen, welche Macht eine Gruppe entwickeln kann, beginnt er ein Experiment. Er gründet die Organisation „Die Welle“. Disziplin und Gemeinschaftssinn werden in der Klasse als Tugenden eingeführt, ein eigener Gruß, eine eigene Uniform kennzeichnet die neue Gruppierung. Was als harmlose Demonstration beginnt, läuft bald aus dem Ruder: „Die Welle“ entwickelt ein brisantes Eigenleben.

„Die Welle“ zeigt beängstigend realistisch wie zeitlos und brandaktuell das Thema Faschismus auch heute noch ist. Verstärkt wird die Wirkung des Stückes in Ötigheim durch die weitestgehend altersgerechte Besetzung der Rollen durch Einsatz des Jugendclubensembles. „Da wird den Jugendlichen im Publikum beim ersten Scheinwerferlicht klar: Es hat etwas mit uns zu tun“, so Regisseur Frank Landua.

„Die Welle“ ist neben der Premiere am 8. November auch am 9., 15., 22. und 23. November sowie am 1., 7., 13., 14. und 20. Dezember auf der „kleinen bühne“ der Volksschauspiele zu sehen. Karten gibt es unter Telefon (07222) 968790 und auf www.volksschauspiele.de. Außerdem in der Jubiläumssaison der „kleinen bühne“ auf dem Spielplan: Gert Hofmanns „Hammelkomödie“, eine „Blaue Stunde“ und das Gastspiel „Da wackelt die Wand“ mit Liedern der Berliner Kabarettkönigin Claire Waldoff

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