Pressespiegel

Die Presseresonanz zu den Aktivitäten der Volksschauspiele Ötigheim an ausgewählten Beispielen. Kritiken zu vergangenen Produktionen und aktuellen Inszenierungen finden Sie auch im Bereich Spielpläne und in unserer Chronik.


Badisches Tagblatt, 20. Juni 2017

Josef-Saier-Stiftung zeichnet Mitglieder aus

Bei einem Empfang am Rande der Luther-Premiere am Sonntagnachmittag bei den Volksschauspielen in Ötigheim hat die Josef-Saier-Stiftung zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue geehrt. Der Vorsitzende, Landrat Jürgen Bäuerle, freute sich, dass sich die Zahl der Mitglieder in den vergangenen Jahren fast verdoppelt hat. Gerne unterstützen wir die Volksschauspiele bei ihren zahlreichen Projekten so Bäuerle. Mitglieder der Josef-Saier-Stiftung sind Unternehmen und Privatpersonen, und zwar nicht nur aus der Region. mehr


Pforzheimer Zeitung, 19. Juni 2017

Opulentes Luther-Puzzle

Luther boomt im Reformationsjubeljahr auf dem Theater. Für die 1906 in pädagogischer Absicht von dem katholischen Pfarrer Josef Saier begründeten „Volksschauspiele“ auf Deutschlands größter Freilichtbühne im mittelbadischen Ötigheim, zu denen pro Vorstellung rund 4000 Zuschauer aus allen Bevölkerungsschichten und Generationen in die überdachte Arena pilgern, hat der katholische Österreicher Felix Mitterer, ein ausgewiesener Spezialist für das Genre des Volkstheaters, (als Beitrag zur Ökumene?) sein nun uraufgeführtes Protestanten-Schauspiel „Luther“ geschrieben. Ihm und seiner Regisseurin Rebekka Stanzel sind dabei große naive Bilder gelungen, die sich wunderbar in das grünende Naturtheater mit seinen imposanten Bühnenbauten einfügen.
Hier hat der Begriff Volksschauspiele nicht nur wegen der Publikumsmassen – die übrigens von einer hervorragenden Organisation auf Parkplätzen, an Theaterkassen und im gastronomischen Pausen-Bereich betreut werden – noch seinen ursprünglichen Sinn. Denn vor der Kulisse einer mächtigen, aus (Pappmaché-)Quadern gemauerten Klosterburg samt ausladender Freitreppe tummelt sich allerhand Volk. Bis zu 600 Amateurdarsteller (einschließlich einiger Profi-Schauspieler) treten mit großen und kleinen Rollen aus den Riesenchören hervor. Auch Tanzgruppen und Instrumentalensembles wirken mit sowie eine auf breit angelegten Wegen sensationell agierende Reiterei. mehr


Badische Neueste Nachrichten, 19. Juni 2017

Er handelt, weil er handeln muss

Hier stehe ich, ich kann nicht anders – dieser Satz wird Martin Luther gern zugeschrieben, belegt ist er aber nicht. Und so hört man ihn auch nicht im opulenten Luther-Stück der Volksschauspiele Ötigheim, in dessen Text der Autor Felix Mitterer zahlreiche Originalzitate eingearbeitet hat. Aber man kann diesen Satz spüren. Denn Hauptdarsteller Simon David Grossenbacher vermittelt mit faszinierender Bühnenpräsenz und Sprechkunst (die freilich nie gekünstelt wirkt): Hier handelt ein Mensch, weil er handeln muss. Weil ihn etwas Grundsätzliches so sehr antreibt, dass er schlichtweg nicht in der Lage ist, einen Kompromiss einzugehen. mehr


Badisches Tagblatt, 19. Juni 2017

Ötigheim würdigt den hitzigen Reformator

Verzweiflung macht den Mönch. Das sagt Johann von Staupitz, Generalvikar jenes Wittenberger Augustinerklosters, in dem im Sommer 1511 der von Ängsten und Unsicherheit gepeinigte, um den rechten Sinn seines Lebens und seiner Kirche ringende Martinus Luther lebt. Diese Zweifel, die den Reformator sein Leben lang begleiten werden, stehen im Mittelpunkt des Schauspiels „Luther“, das der erfolgreiche Theater- und TV-Autor Felix Mitterer als Auftragswerk der Freilichtbühne Ötigheim geschrieben hat. Die dem christlichen Glauben verpflichteten, vor 111 Jahren gegründeten Volksschauspiele würdigen damit das große Jubiläum des Jahres, den Beginn der Reformation vor 500 Jahren, angestoßen durch Martin Luther. Würdenträger beider Konfessionen haben gestern die offizielle Premiere des Auftaktstücks im Ötigheimer Theatersommer besucht, eine Vorpremiere gab es bereits am Samstagabend.Felix Mitterer siedelt sein Stück in der Zeit zwischen 1505 und 1525 an. In 23 Szenen, die meist fließend ineinander übergehen, schildert er wichtige Episoden aus dem Leben des Reformators, beginnend mit dem Gelübde, Mönch zu werden, und endend mit seinem Entsetzen über die vielen Opfer des Bauernkriegs. Diese Bauern haben sich auch auf die von Luther verkündete Freiheit des Christenmenschen berufen. Die letzte Szene ist eine der eindrücklichsten des Stücks, wenn Luther gebrochen über das von Toten übersäte Schlachtfeld geht und feststellt, dass Prediger die größten Totschläger seien. mehr


Konradsblatt, 18. Juni 2017

Luther wird entstaubt

Bei den Ötigheimer Volksschauspielen feiert in diesem Jahr ein spannendes Schauspiel über den Reformator seine Uraufführung. Hunderte Mitwirkende, große Chöre, Tänze, viel Musik, Reiterei und ein historisches Schauspiel über den großen Martin Luther. Besucher der Volksschauspiele Ötigheim, eine der größten Freilichtbühnen Deutschlands, erwartet in diesem Jahr eine interessante Charakterstudie. mehr


Die Deutsche Bühne, 19. Juni 2017

Monumentalgemälde einer Zeitenwende

Luther boomt im Reformationsjubeljahr auf dem Theater. Für die 1906 in pädagogischer Absicht von dem katholischen Pfarrer Josef Saier begründeten „Volksschauspiele“ auf Deutschlands größter Freilichtbühne im mittelbadischen Ötigheim, zu denen pro Vorstellung rund 4000 Zuschauer aus allen Bevölkerungsschichten und Generationen in die überdachte Arena pilgern, hat der katholische Österreicher Felix Mitterer, ein ausgewiesener Spezialist für das Genre des Volkstheaters, (als Beitrag zur Ökumene?) sein nun uraufgeführtes Protestanten-Schauspiel „Luther“ geschrieben. Ihm und seiner Regisseurin Rebekka Stanzel sind dabei große naive Bilder gelungen, die sich wunderbar in das grünende Naturtheater mit seinen imposanten Bühnenbauten einfügen.
Hier hat der Begriff Volksschauspiele nicht nur wegen der Publikumsmassen – die übrigens von einer hervorragenden Organisation auf Parkplätzen, an Theaterkassen und im gastronomischen Pausen-Bereich betreut werden – noch seinen ursprünglichen Sinn. Denn vor der Kulisse einer mächtigen, aus (Pappmaché-)Quadern gemauerten Klosterburg samt ausladender Freitreppe tummelt sich allerhand Volk. Bis zu 600 Amateurdarsteller (einschließlich einiger Profi-Schauspieler) treten mit großen und kleinen Rollen aus den Riesenchören hervor. Auch Tanzgruppen und Instrumentalensembles wirken mit sowie eine auf breit angelegten Wegen sensationell agierende Reiterei. mehr


Badisches Tagblatt, 10. Juni 2017

Luther zum Klingen bringen

Keine Inszenierung auf der Freilichtbühne kommt ohne Musik aus. Das gilt auch für Luther (Premiere am 17. Juni), das Theaterstück zum Reformationsjubiläum, für das die Volksschauspiele sogar eine eigene Komposition in Auftrag gegeben haben: Musik, die sich stilistisch am 16. Jahrhundert orientieren sollte, also etwa in der Lutherzeit und den darauffolgenden Jahren. Ein aufwendiges Unterfangen, das es in dieser konsequenten Form in Ötigheim wahrscheinlich noch nicht gegeben hat, wie die Leitung der Volksschauspiele berichtet. Komponist der Bühnenmusik ist Hans Peter Reutter, Professor für Musiktheorie an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Er ist in Ötigheim kein Unbekannter, stammte doch auch die Musik für Les Misérables aus seiner Feder. mehr


Badische Neueste Nachrichten, 10. Juni 2017

Spektakel vor der Burg

Mit gleich drei Neuproduktionen starten die Volksschauspiele am 17. Juni in die neue Theatersaison. Neben dem für Ötigheim von Felix Mitterer geschriebenen Schauspiel Luther stehen auch William Shakespeares Ein Sommernachtstraum und das Kindermusical Dschungelbuch auf dem Spielplan. Zwei festliche Konzerte unter dem Motto Rosen aus dem Süden und zahlreiche Gastspiele runden das Programm auf Deutschlands größter Freilichtbühne ab. mehr


Badische Neueste Nachrichten, 13. Juni 2017

Ansammlung von Ohrwürmern

Der musikalische Leiter der Ötigheimer Volksschauspiele, Ulrich Wagner, zeichnet sich für das Programm der beiden festlichen Konzerte verantwortlich, die in diesem Jahr unter dem Motto Rosen aus dem Süden stehen. Der am 21. und 22. Juli aufgeführte bunte musikalische Strauß beinhaltet unter anderem Werke von Giuseppe Verdi, Georges Bizet und Gioacchino Rossini. Es ist eine verdächtige Ansammlung von Ohrwürmern geworden, lacht Ulrich Wagner. mehr

Badische Neueste Nachrichten, 10 ;Juni 2017

Neuer Blick auf den Reformator

Der 111. Theatersommer in Ötigheim startet passend zum 500-jährigen Reformationsjubiläum mit dem Schauspiel „Luther“ (Foto: Jochen Klenk). Rebekka Stanzel hat die Regie übernommen und freut sich auf eine große Herausforderung: Meine Sicht auf Martin Luther hat sich während der Vorbereitungszeit auf dieses Stück verändert, berichtet sie und fügt hinzu: War Luther nicht nur für mich bisher ein kultureller Leuchtturm, ist er jetzt viel menschlicher geworden. Insgesamt umfasst das von Felix Mitterer für die Volksschauspiele geschriebene Stück einen Zeitraum von 20 Jahren. Los geht es 1505 mit Luthers Entscheidung nach einem Unwetter, das er knapp überlebt, ins Kloster einzutreten. In insgesamt 23 Bildern, die teilweise fließend ineinander übergehen, werden unter anderem der Anschlag der 95 Thesen 1517 in Wittenberg und die Entführung Luthers auf die Wartburg gezeigt. mehr