Die Wirtin

Eine Jugendclub-Produktion eröffnete die Saison 2014/15 auf der kleinen bühne der Volksschauspiele Ötigheim. Die Wirtin aus der Feder des österreichischen Gegenwartautors Peter Turrini frei nach Carlo Goldoni  wird ab 7. November im Zimmertheater in der Ötigheimer Kirchstraße gezeigt.

Florenz um 1740. Mirandolina ist die attraktive und lebenstüchtige Wirtin eines kleinen, gut gehenden Gasthauses. Unverheiratet und emanzipiert arbeitet sie selbstbewusst in einem Männergewerbe. Kein Wunder, dass die männlichen Gäste ihr nachstellen. Der steinreiche Graf von Forlinpopoli glaubt, er könne sich für Geld alles kaufen – auch die Zuneigung der Wirtin. Der verarmte Marchese von Albafiorita versucht durch stolzen Titel und wertlose Protektion die Aufmerksamkeit der Wirtin auf sich zu lenken. Auch Kellner Fabrizio ist seiner Chefin sehr zugetan, fürchtet aber ob der Adeligen Konkurrenz um seinen Erfolg und fädelt daher geschickt eine Intrige ein: Die beiden Schauspielerinnen Ortensia und Dejanira sollen sich als Baronin und Gräfin tarnen und so die beiden
liebestollen Aristokraten aus dem Wettbewerb drängen. Da aber hat er die Rechnung ohne Mirandolina gemacht. Sie lässt alle drei Herren nach ihrer Pfeife tanzen und wendet ihr Interesse dem vermögenden Hagestolz und Weiberhasser Cavaliere von Rippafratta zu. Gewappnet mit den Reizen der Küche, des Alkohols und denen einer Frau, bringt Mirandolina des Cavalieres Welt und
Frauenbild ins Wanken. Es spinnt sich Intrige um Intrige…

Mit dem Jugendclub 2 der Volksschauspiele Ötigheim erarbeitete Frank Landua die Geschichte um Wirtin Mirandolina. Junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 spielen dieses Stück nach über zwei Jahren Sprachschulung und Schauspieltraining. Jeder hat andere Erfahrungen mit dem Theater gemacht. Einige sind bereits gestandene Spieler und waren schon in Hauptrollen auf der Freilichtbühne der Volksschauspiele zu sehen, andere machen ihre ersten Gehversuche auf den Brettern, die die Welt bedeuten, wieder andere arbeiteten bisher ehrenamtlich hinter den Kulissen und probieren sich nun im Scheinwerferlicht als Spieler aus.

Rollenbesetzung

Mirandolina, eine Wirtin Melanie Wild
Fabrizio, ein Kellner Sven Engel, Felix Behringer
Cavaliere von Rippafratta, ein Aristokrat Johannes Tüg, Julian Baumstark
Graf von Forlinpopoli, ein reicher Aristokrat Lukas Tüg, Johannes Kühn
Marchese von Albafiorita, ein armer Aristokrat Tobias Kleinhans
Dejanira, eine Schauspielerin Katharina Nagel, Leonora Mihajlov
Ortensia, eine Schauspielerin Sarah Weingärtner

Regie, Bühnenbild und Kostümbild Frank Landua
Bühne Michael Lerner
Kostüme Ulrike Heck-Petri
Garderobe Leonie Nold
Tontechnik Lothar Höfele, Steffen Sachsenmaier
Lichttechnik Sebastian Haas, Johannes Kohm, Lukas Späth
Maske Karl-Heinz Kellermann, Hannah Schwall

Pressestimmen

Tim Burton lässt kräftig grüßen
Badische Neueste Nachrichten, 10. November 2014

Was für ein Theatervergnügen. Besser hätten die Volksschauspiele nicht in die Wintersaison starten können. Mit der Aufführung von Peter Turrinis Komödie Die Wirtin frei nach Carlo Goldoni landete der Schauspielnachwuchs einen Volltreffer und durfte auf der kleinen Bühne eine umjubelte Premiere feiern. Hut ab vor den jungen Darstellern des Jugendclubs, die mit Spielfreude und Können dem Spiel um Schein und Sein, Wahrheit und Täuschung, Liebe und Ökonomie ihren Stempel aufgedrückt haben. Hut ab auch vor Regisseur Frank Landua, der das lebenspralle Stück gekonnt in die heutige Zeit übertragen und mit leichter Hand in Szene gesetzt hat.
An derben Scherzen und erotischen Anspielungen herrschte kein Mangel. Ebenso wenig an gesellschaftskritischen Tönen. Dass sich die teils stark überzeichneten Figuren in ihren fantasievollen Kostümen auf einer Bühne austoben durften, die mit ihren Blutspritzmustern und Spinnennetzen, ihrem Schlafgemach mit roter Riesencouch, surreal gewelltem Schrank mit Totenkopf im Regal und zur Raute verzerrtem Fenster stark an Tim Burtons Filmästhetik erinnerte, passte gut ins Bild des Eingewoben und Gefangenseins der Figuren und verlieh der Inszenierung eine märchenhaft-skurrile Note.
Dreh- und Angelpunkt des Stückes, das um 1740 in Florenz spielt, ist die lebenstüchtige, unverheiratete Wirtin Mirandolina – temperamentvoll, resolut und mit jugendlichem Elan gespielt von Melanie Wild. Die emanzipierte Geschäftsfrau wird von mehreren männlichen Gästen heiß umworben. Hans Kleinhans gibt mit hochmütiger Noblesse und sich überschlagender Fistelstimme den verarmten Marchese von Albafiorita, einen Schmarotzer, der mangels monetärer Alternativen ständig von seinem Titel und seiner Protektion faselt. Herrlich unnahbar und selbstverliebt: Lukas Tüg in der Rolle des steinreichen Grafen von Forlinpopoli, der materialistisch auf seinen Reichtum pocht und glaubt, er könne die Wirtin mit Geld und teuren Geschenken rumkriegen.
Während die lächerlichen, blutleeren Aristokraten an ihrer verschnörkelten Sprache fast zu ersticken drohen, redet der dritte Verehrer lieber Klartext und flucht, wenn’s sein muss, auch mal auf Italienisch. Sven Engel überzeugt als neapolitanisches Schlitzohr. Mit ungekünstelter Frische spielt er den verschlagenen Kellner Fabrizio, der ein Auge auf seine Chefin und das andere Auge auf ihr Gasthaus geworfen hat. Weil er ob der adeligen Konkurrenz befürchtet, bei Mirandolina nicht landen zu können, engagiert er zwei schillernd ordinäre Schauspielerinnen, die die Nebenbuhler von der Wirtin ablenken sollen. Sarah Weingärtner als Baronin Ortensia und Leonora Mihajlov als Gräfin Dejanira beweisen, urkomisch in bunten Klamotten über die Bühne stapfend, augenrollend und überaus aufreizend, als geldgierige Suffragetten ihr komödiantisches Talent. Da staunt selbst Bürgermeister Frank Kiefer, als er plötzlich Ortensia auf seinem Schoß sitzen hat.
Mirandolina hat inzwischen die Intrige aufgedeckt und wendet sich dem eleganten, aber verklemmt-gefährlichen Cavaliere von Rippafratta zu. Julian Baumstark gibt den überzeugten Frauenhasser grandios und mit viel Witz. Köstlich und zum Brüllen komisch, wie sich der zölibatäre Ritter dank gutem Essen, viel Wein und weiblicher Verführungskunst von der blutleeren Sardine in einen scharfen Haifisch verwandelt, den Reizen der Wirtin erliegt und im Alkoholrausch seine Fassung verliert.
Mirandolinas Interesse an ihm ist wie weggeblasen. Sie rechnet mit ihren Verehrern ab – und kriegt nach vielen Irrungen und Wirrungen Fabrizio. Doch die beiden haben alles verloren: Freiheit, Besitz und Arbeit. Das Gasthaus gehört jetzt, wie sich herausstellt, dem an der Nase herumgeführten Cavaliere. Ein Schein-Happy End – und ganz zum Schluss Rippafrattas Botschaft: Das einzige, was zählt, ist Macht und Geld. Der Vorhang fällt. Prädikat: absolut sehenswert! (Ralf Joachim Kraft)

Unterhaltsames Intritgenspiel
Badisches Tagblatt, 10. November 2014

Mirandolina heißt das Objekt der Begierde. Sie ist Die Wirtin und hat die Augen von gleich drei Männern auf sich gelenkt. Kein Wunder, denn sie ist unverheiratet und emanzipiert und arbeitet voller Selbstbewusstsein in einem Männergewerbe. Und das zu Zeiten, in denen Titel wie Graf, Cavaliere und Marchese noch von großer Bedeutung sind. Mit Die Wirtin feierten die Volksschauspiele in Ötigheimer am Freitagabend nicht nur den Auftakt der diesjährigen Wintersaison auf der Kleinen Bühne, sondern auch eine Premiere.
Regisseur Frank Landua hat das von Peter Turrini nach Carlo Goldoni verfasste Stück mit dem Jugendclub 2 erarbeitet. So sind es ausschließlich junge Schauspielerinnen und Schauspieler im Alter zwischen 16 und 25 Jahre, die auf der Bühne stehen. Allen voran Melanie Wild als Wirtin. Ihr zur Seite der quirlige Kellner Fabrizio, komödiantisch gespielt von Sven Engel. Aber nicht nur der eigene Angestellte, sondern auch zwei Gäste mit wohlklingenden Namen haben ihren Blick auf die Wirtin gerichtet. So der wortgewandte, aber leider bettelarme Marchese von Albafiorita (Tobias Kleinhans). Ihm gegenüber steht der reiche Graf von Forlinpopoli (Lukas Tüg), der mit Geld nur um sich wirft. Aber auch das beeindruckt die Wirtin kaum.
Um seine beiden Gegenspieler auszustechen, engagiert Kellner Fabrizio die beiden Schauspielerinnen Dejanira (Leonora Mihajlov) und Ortensia (Sarah Weingärtner) und setzt sie auf seine Kontrahenten an. Dabei hat er seinen cleveren Plan vor ausverkauftem Haus ohne Mirandolina gemacht, denn diese interessiert sich vor allem für den Cavaliere von Rippafratta. Julian Baumstark spielt den “Weiberhasser” mit ausladenden Gesten vorzüglich. Besonders beim Besuch von Mirandolina auf dem Zimmer des Cavaliere kann der junge Ötigheimer brillieren.
Schnell entspinnen sich verschieden Intrigen, die durch das aus verschiedenen Spinnweben angelegte Bühnenbild eindrücklich unterstrichen werden. Michael Lerner, Dagobert Dasinger und Lukas Späth zeichnen dafür verantwortlich und sorgen mit großen Aufbauten, eigens geschweißten Stühlen und Tischen sowie einer ausgefeilten Lichttechnik dafür, dass die Besucher “Die Wirtin” mit allen Sinnen genießen können.
Passend dazu hat sich Regisseur Frank Landua bunte Kostüme ausgedacht. Diese sorgen gemeinsam mit Perücken und reichlich Farbe in den Gesichtern der jungen Schauspieler für einen unterhaltsamen Abend, der mit dem Satz Geld regiert die Welt – der Vorhang fällt endet.
Mit Die Wirtin fällt auch für Erfolgsregisseur Frank Landua der Vorhang in Ötigheim. Sein Vertrag zur Leitung des Jugendclubs und zur Inszenierung der Kinderstücke auf der Freilichtbühne wurde von den Volksschauspielen zum Ende des Monats aufgelöst. Das Publikum bedankte sich am Ende mit freundlichem Applaus bei den Darstellern. (Stephan Friedrich)
Bis Mitte Dezember ist Die Wirtin noch neun weitere Mal auf der Kleinen Bühne der Volksschauspiele Ötigheim zu sehen. Gespielt wird freitags am 14., 21. und 28. November sowie am 5. und 12. Dezember. Samstags ist Die Wirtin am 22. und 29. November sowie am 6. und 13. Dezember zu sehen. Beginn ist um 20 Uhr. Karten unter (07222) 968790 oder im Internet.

Gefangen im Netz aus Macht und Geld
Badische Neueste Nachrichten, 29. Oktober 2014

Rote Blutspritzmuster auf dem Boden, Spinnennetze an der Wand, eine Bar im Netz-Design. Und mittendrin die Akteure im Dialog oder Monolog. Nein, auf dieser Bühne (Michael Lerner) wird nicht für „Spiderman“ geprobt und auch nicht für „Dracula“ oder ganz subtilen Horror à la Tim Burton, sondern für Die Wirtin – eine Komödie aus der Feder des österreichischen Gegenwartautors Peter Turrini nach Carlo Goldoni, dem Meister der Commedia dell’Arte.
Am Freitag, 7. November, um 20 Uhr feiert das Stück Premiere und eröffnet damit die Saison in der „Kleinen Bühne“. Die Besucher dürfen sich freuen auf deftiges, hintergründiges Sprechtheater mit teils stark überzeichneten Figuren in historisch angelehnten, aber frei und zeitlos gestalteten Kostümen (Ulrike Heck-Petri). Die Premierenvorstellung ist bis auf Restkarten bereits ausverkauft. Bis 13. Dezember sind zehn Aufführungen angesetzt, Beginn: 20 Uhr.
Die Produktion des Jugendclubs 2 wird zugleich meine Abschlussarbeit im Zimmertheater der Volksschauspiele sein, berichtet Regisseur Frank Landua. Der scheidende Jugendclubleiter hat, wie er bei einem Probenbesuch mitteilt, bereits einen Folgevertrag für die Klosterhofspiele in Langenzenn bei Nürnberg in der Tasche und studiert Jura in Erlangen. Die Wirtin stand schon lange auf meiner Wunschliste, erzählt der 41-Jährige. Seit September erarbeitet er mit elf jungen Mimen im Alter von 19 bis 25 Jahren das Stück.
Einige waren schon in Hauptrollen auf der Freilichtbühne zu sehen. Andere sind Newcomer oder arbeiteten bisher ehrenamtlich hinter den Kulissen. Geprobt wurde bislang drei- bis viermal pro Woche und seit zweieinhalb Wochen fast jeden Tag. Und das heißt in diesem Fall: Jeden Tag zurück nach Florenz um 1740: Mirandolina (Melanie Wild), attraktiv, unverheiratet und emanzipiert, arbeitet in einem Männergewerbe. Sie betreibt als Wirtin ein kleines, gut gehendes Gasthaus. Kein Wunder, dass die männlichen Gäste ihr nachstellen. Der steinreiche Graf von Forlinpopoli (Lukas Tüg/Johannes Kühn) glaubt, er könne sich für Geld alles kaufen – auch die Zuneigung der Wirtin.
Der verarmte Marchese von Albafiorita (Tobias Kleinhans) versucht durch Titel und wertlose Protektion die Aufmerksamkeit der Wirtin auf sich zu lenken. Auch Kellner Fabrizio (Sven Engel/Felix Behringer) ist seiner Chefin sehr zugetan, fürchtet aber ob der adeligen Konkurrenz um seinen Erfolg und fädelt daher eine Intrige ein: Die Schauspielerinnen Ortensia (Sarah Weingärtner) und Dejanira (Katharina Nagel/Leonora Mihajlov) sollen sich als Baronin und Gräfin tarnen und so die beiden liebestollen Aristokraten aus dem Wettbewerb drängen. Da aber hat Fabrizio die Rechnung ohne die Wirtin gemacht.
Sie lässt alle drei Herren nach ihrer Pfeife tanzen, wendet sich dem vermögenden Hagestolz und Weiberhasser Cavaliere von Rippafratta (Johannes Tüg/Julian Baumstark) zu und bringt mit den Waffen einer Frau dessen Welt- und Frauenbild gehörig ins Wanken. Buchstäblich „spinnt“ sich bei diesem Spiel um Schein und Sein, Wahrheit und Täuschung, Macht und Ohnmacht und die Frage der Gleichberechtigung der Geschlechter Intrige um Intrige, bis hin zum Schein-Happy-End. Das Stück zeige auf, wie Macht und Geld den Alltag dominieren und die menschlichen Werte auf der Strecke bleiben. In diesem Punkt bleibt es aktuell, ja, zeitlos, erzählt Landua. (Ralf Joachim Kraft)

Zeitlose Komödie um Geld und Macht
Badisches Tagblatt, 29. Oktober 2014

Mit einer Premiere starten die Ötigheimer Volksschauspiele in der kommenden Woche in ihre Wintersaison. Der Jugendclub2 unter der Leitung von Frank Landua hat die Komödie Die Wirtin von Peter Turrini einstudiert. Die Proben befinden sich in der heißen Phase.
Die Besucher erwartet bei insgesamt zwölf Aufführungen ein für das rund 80 Plätze fassende Zimmertheater schon fast opulentes Bühnenbild, das in den Werkstätten der Volksschauspiele entstanden ist. Michael Lerner, Dagobert Dasinger und Lukas Späth zeichnen dafür verantwortlich und sorgen mit großen Aufbauten, eigens geschweißten Stühlen und Tischen sowie einer ausgefeilten Lichttechnik dafür, dass die Besucher Die Wirtin mit allen Sinnen genießen können. Passend dazu hat sich Regisseur Frank Landua bunte Kostüme ausgedacht, die von Ulrike Heck-Petri angefertigt wurden. Auch in der Maske gibt es dieses Mal richtig viel zu tun: Karl-Heinz Kellermann sorgt für Perücken und reichlich Farbe in den Gesichtern der jungen Schauspieler. Rund zwei Jahre lang haben sie sich wöchentlich getroffen und mit Spracherziehung und Schauspielstudium auf ihre Rollen vorbereitet. Die Proben für Die Wirtin haben im Frühjahr begonnen, wurden jedoch von der Saison auf der Freilichtbühne unterbrochen. Die heiße Phase hat deshalb dieses Mal nur rund acht Wochen gedauert. Das war eine intensive und spannende Zeit, berichtet Frank Landua und lobt sein Team: Alle haben sich richtig reingehängt und einen tollen Einsatz gezeigt.
Die Wirtin
spielt eigentlich im Jahr 1740 in Florenz. Landua hat bei seiner Inszenierung aber absichtlich auf eine bestimmte Zeitepoche verzichtet. Hier wird das zeitlose Thema um Macht und Geld behandelt, berichtet er und freut sich, dass vier der insgesamt sieben Rollen doppelt besetzt werden konnten. Dabei stimmt die Mischung aus erfahrenen Jungschauspielern, die auch schon auf der Freilichtbühne eigene Rollen übernommen haben, und solchen, die zum ersten Mal im Scheinwerferlicht stehen werden.
Melanie Wild spielt die attraktive und lebenstüchtige Wirtin Mirandolina, die ein kleines und gut gehendes Gasthaus führt. Unverheiratet und emanzipiert arbeitet sie selbstbewusst in einem Männergewerbe. Da finden sich schnell die ersten Gäste, die ihr nachstellen. So wie der steinreiche Graf von Forlinpopoli, der glaubt er könne sich für Geld alles kaufen. Oder der verarmte Marchese von Albafiorita, der versucht durch seinen stolzen Titel und wertlose Protektion die Aufmerksamkeit der Wirtin auf sich zu lenken. Auch Kellner Fabrizio ist seiner Chefin sehr zugetan. Es entspinnt sich eine unterhaltsame Geschichte, in der auch die beiden Schauspielerinnen Ortensia und Dejanira, als Baronin und Gräfin getarnt, für allerhand Heiterkeit sorgen werden.
Aufgrund der großen Kartennachfrage ist Die Wirtin bis Mitte Dezember gleich zwölfmal auf der kleinen Bühne der Volksschauspiele Ötigheim zu sehen. Nach der Premiere am Freitag, 7. November, wird freitags am 14., 21. und 28. November sowie am 5. und 12. Dezember gespielt. Samstags ist “Die Wirtin” am 8., 22. und 29. November sowie am 6. und 13. Dezember zu sehen. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es im Internet oder telefonisch unter (07222) 968790. (Stefan Friedrich)

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