Das Haus in Montevideo

Über die Komödie Das Haus in Montevideo von Curt Goetz lacht das Publikum seit nunmehr 70 Jahren. Und das nicht ohne Grund. Wenn einem Moralapostel wie dem despotischen Professor Nägler seine vermeintlichen Tugenden über die Habgier und intellektuelle Haarspalterei verloren gehen, so ist das Stoff genug für eine beißende Gesellschaftskomödie, die auch heute nichts von ihrem Witz und ihrer Ironie verloren hat. Denn wie heißt es so schön: Wer mit dem Finger auf andere zeigt sollte nicht vergessen, dass dabei drei Finger seiner Hand auf ihn selbst gerichtet sind.

Der moralisch integre Professor lebt mit Frau und zwölf Kindern in bescheidenen Verhältnissen. Vor Jahren verstieß er hartherzig seine jüngere Schwester, die ein uneheliches Kind erwartete. In deren Testament wird nun seine Tochter Atlanta bedacht, allerdings mit Auflagen, die den sittenstrengen Vater in Gewissensnöte stürzen. Wird Traugott Nägler über seinen Schatten springen und die Erbschaft antreten – trotz seiner Tugenden, trotz der Moral?

Die Uraufführung dieses Stückes fand bereits 1945 unter dem Titel It’s a gift in New York statt. Die deutschsprachige Erstaufführung erfolgte 1946 in der Schweiz. In Deutschland war das Stück erstmals 1946 zu sehen.

Curt Goetz‘ Komödie über Moral, Versuchung und Belohnung der Tugend wurde in Ötigheim 2006 mit großem Erfolg auf der kleinen Bühne der Volksschauspiele aufgeführt. 2021 stand das Stück erstmals auf Deutschlands größter Freilichtbühne auf dem Programm, als Teil des pandemiekonformen Spielplanes der Volksschauspiele.  Mit großem Erfolg: Rund 6.200 Personen waren in neun Aufführungen zu Gast.

Rollenbesetzung

Regie Matthias Götz
Regieassistenz Eva Alles, Sabine Stößer
Bühne Karel Spanhak
Bühnenausstattung und Kostüm Karel Spanhak
Choreografie Julia Krug, Andrei Golescu
Leitung Lichttechnik Lukas Späth
Leitung Tontechnik Steffen Sachsenmaier
Leitung Maske Melanie Langenstein, Amelie Wellige
Technische Leitung Michael Lerner
Soufflage Tanja Mihajlov 

PERSONEN

Professor Nägler Roman Gallion / Matthias Götz
Marianne Nägler Isabel Beckert / Ulrike Weßbecher
Atlanta Eva Beckert / Mara Patzelt
Parsival Julian Walter / Simon Waldner
Wotan Noah Krug / Claudio Scheurer
Fricka Klara Pape / Viktoria Winkelhöfer
Freya Fabienne Kühn / Adele Pape
Fafner Tim Krug / Valentin Schmidt
Fasold Til Cyron / Leon Heck
Octavia Thea Cyron / Hannah Waldner
Nona Paula Kriese / Ida Vogt
Isolde/Decimus Emil Heck / Ida Peachman
Lohengrin Samu Hammer / Elias Kreuzer
Ultima Sofie Hammer / Annika Reuter

Pastor Riesling Erich Penka / Kurt Tüg
Herbert Kraft Maximilian Knapp / Colin Kraft
Bürgermeister Paul Kölmel / Werner Sachsenmaier
Apotheker Steffen Alles / Mario Scholz
Martha Eva Alles / Sonja Waldner

Madame de la Rocco Petra von Rotberg / Lissi Tüg-Hatz
Anwalt Stefan Brkic / Stefan Vogt
Carmencita Helen Kraft / Madeleine Kühn
Belinda Annabell Paparoni  / Kim Träbert
Briefträger Winni Engber/Joachim Neu

Statisterie und Ballett aus dem Ensemble der Volksschauspiele Ötigheim

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