Joseph von Ägypten

In einer Fassung von Franz und Bernward Kölmel wird das biblische Schauspiel Josef von Ägypten geboten. Karl Schauber komponiert die Musik dazu. Das Stück unterscheidet sich grundliegend von der Inszenierung von 1920. Regisseur Franz Kölmel hierzu: „In jener ersten Inszenierung des ‚Josef von Ägypten‘ trat das gesprochene Wort zurück, ein geradezu gigantischer Bühnenaufbau, unzählige Chöre und Volksszenen dominierten, kurz es war eine grandiose Schau von opernhaftem Gepräge, die über fünf volle Stunden dauerte. In der Neuinszenierung habe ich nun das Opernhafte weitgehend zurück gedrängt. Zunächst wurde ein neues Textbuch geschaffen, aus dem Opern-Libretto wurde eine handfeste dramatische Handlung geformt. (…).“ Eine weitere Begebenheit prägt die Vorbereitungen auf das Stück: Die Suche nach einem passenden tierischen Darsteller gestaltet sich äußerst schwierig. Karlsruhes Oberbürgermeister Eugen Klotz erhebt Einwände, als die Ötigheimer beim Karlsruher Zoo um das Kamel Suleika nachfragen. Auch Bernhard Grizmek, damals Direktor des Frankfurter Zoos, bedauert sehr, nicht weiterhelfen zu können. Nach langem Suchen, kann schließlich von einem Wanderzirkus aus Fürstenfeldbuck ein Kamel ausgeliehen werden.

 

zurück zur Chronik der Freilichtbühne