Die Pfingstorgel

Alois Johannes Lippls bayerisches Volksstück Die Pfingstorgel findet sich in der Inszenierung von Kurt Müller-Graf erstmals auf dem Ötigheimer Spielplan. Es handelt sich um eine rührend-tolpatschige Liebesgeschichte um „derbe Bauerngestalten, die Herz und Mund auf dem rechten Fleck haben“. Allerdings, die Ötigheimer haben ein kleines Problem mit der Aussprache ihres Textes, das aber ohne weiteres entschuldbar ist. Bayerisch ist die Textsprache, so will es Autor Lippl, aber ein Sprachgemisch zwischen badisch und bayerisch kommt heraus. Regisseur Kurt Müller-Graf dazu: „Mixen wir Bayerisch und Badisch, dann passt es prächtig zu den derben Bauerngestalten der Pfingstorgel und wir schaffen eine neue Sprache, das Baydische, das jedem Besucher Freude machen wird.“

Handlung

Die Mauther sind eine Gemeinde voller Geizkrägen. Sie haben nicht einmal eine Orgel in der Kirche, so sparsam sind sie. Selbst im Opferstock finden sich nur Hosenknöpfe und Pfennige. Es schaut schlecht aus für die Orgel des Herrn Pfarrer. Da kommt ihm Amor zu Hilfe. Die Bürgermeisterstochter Gertrud ist unsterblich in den Musikanten Ambros verliebt. Ihr Vater will die beiden jedoch nicht zueinander geben und so beschuldigt er die Musikanten den Opferstock in der Kirche aufgebrochen zu haben. Einer Heirat – so verspricht er – wird er nur zustimmen, wenn endlich eine Orgel in der Kirche ist. Doch das Schiksal der Liebenden meint es gut: Die fahrenden Musikanten halten zusammen und spendem dem geizigen Dorf eine Orgel. Und zu guter letzt stellt sich auch noch heraus, dass Ambros gar nicht so mittellos ist, wie alle immmer dachten…

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