Paulus unter den Juden

Franz Werfels dramatische Legende Paulus unter den Juden wurde einige Jahre nach dem ersten Weltkrieg verfasst und war in den 1920er Jahren äußerst erfolgreich. Die Volksschauspiele Ötigheim spielen das Stück erstmals 1950. die Bühnenmusik stammt aus der Feder Karl Schaubers, die Kostüme entwirft Margarete Schellenberg. Als Marullus ist Christian Lembach zu sehen, Emil Heid spielt Rabbi Schimon. In weiteren Rollen brillieren Horst Herrmann, Ludwig Kölmel, Karl Bretzinger, Adolf Vogel und Josef Kühn.

Handlung

Paulus-Saulus betritt nach dem Damaskuserlebnis als dreifach Verwandelter wieder die Stadt Jerusalem. Er sieht seine Aufgabe darin, über seinen von ihm hochverehrten Lehrer Gamaliel das Judentum für das Christentum zu gewinnen. Aber Gamaliel, obgleich höchster und edelster Exponent des Judentums und zugleich offen und tolerant, vermag in der letzten und entscheidenden Frage seinem Schüler Paulus nicht zu folgen. Paulus scheitert mit seinem Auftrag, sieht aber nun darüberhinaus seinen neuen Weg, der ihn durch Meere und Länder in die Unrasteines Wanderlebens führt. Gamaliel jedroch zerbricht über seiner Entscheidung.

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