Die Passion

1950 ist Josef Saiers Passion nicht nur auf der Ötigheimer Bühne zu sehen, sondern wird auch verfilmt: Die Baden-Badener Ethos Film GmbH erstellt unter der Regie von Ernst Martin einen Dokumentarfilm über das Saiersche Werk. Mit dieser Produktion wird das Leben und Wirken Jesu Christi zum ersten Mal im deutschen Tonfilm dargestellt. Trotz anfänglich guten Besuchs in den Kinos der Region (an drei Wochentagen sahen in Rastatt über 5300 Zuschauer das Werk im Kino) ist dem Film kein überregionaler Erfolg beschieden. Die Badische Volkszeitung berichtet: „Es ist ein Film der Einkehr. Man wird ihn mit großer Ergriffenheit verlassen, weil er die Welt der ewigen Worte nahe bringt, so nahe bringt, dass ihm jeder, mag er sein, wer er will, folgen muss, weil er von der Größe spürt, die in ihnen enthalten ist.“

Die Rolle des Jesus übernimmt im Film Kurt Mülller-Graf, Pilatus wird von Alexander Ponto gespielt. Die Produktionsleitung liegt in den Händen von Richard Pfeiffer, die Kamera führt Sepp Allgeier.  Es spielt das Symhonische Orchester Speyer unter der Leitung von Karl Schauber.

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