Wilhelm Tell

1932 – im Jahre des 25-jährigen Jubiläums der Volksschauspiele – wird Wilhelm Tell zum 220. Mal auf der großen Naturbühne aufgeführt.

Das Jahr 1933 zwingt auch den Volksschauspielen eine veränderte Situation auf. Die neu entstandene Kulturkammer beschattete die Volksschauspiele. Die Gefahr, vollständig säkularisiert zu werden, kann mit tatkräftiger Mithilfe der badischen Regierungsstellen zwar abgewendet werden, aber die Ötigheimer Freilichtbühne erhält die Auflage, seiner Größe entsprechend eine angemessene Zahl von Berufskräften zu beschäftigen. Dies hatte aber auch positive Seiten: Es entstand ein gemischte Ensemble, bestehend aus Berufs- und Laienkräften. Dies bedeutete eine intensivere Schulung der Laien und unter diesen neuen Voraussetzungen war es möglich, neue Stücke auf der Freilichtbühne zu spielen.

Handlung

Die Schweizer leiden unter der willkürlichen Herrschaft der Landvögte, allen voran unter Reichsvogt Herrmann Geßler. Höhepunkt der Schikane ist ein Hut, dem die Unterdrückten ihre Reverenz erweisen müssen. Als Wilhelm Tell, ein unbescholtener Privatmann, das Gebot missachtet, zwingt ihn Geßler, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Tell gelingt der Schuss. Er wird dennoch verhaftet, kann sich aber bald befreien und erschießt Geßler in der hohlen Gasse bei Küssnacht. Die Schweizer sind frei und erfüllen damit den feierlichen Schwur, den sie einander auf dem Rütli geleistet haben.

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