Joseph und seine Brüder

Das von Sebastian Wieser und Pfarrer Saier geschriebene biblische Stück Joseph und seine Brüder brachte, obwohl die Aufführungen in die schlimmste Inflationszeit fielen, drei Jahre lang Sonntag für Sonntag ein ausverkauftes Haus. Ausstattung und Aufmachung waren einmalig. Saier konnte damals die Ergebnisse der im Jahre 1922 vorgenommenen Ausgrabungen an der Tutenchamongrabstätte für seine Inszenierung auswerten, und schuf so die wohl üppigste, glanzvollste und auch teuerste Bühne der Geschichte der Volksschauspiele. Diese sogenannte Josephsbühne gestalteten der Braunschweiger Bühnenmaler Josef Gebhardt und der Karlsruher Künstler Wernthal.

Ein organisatorisches Problem bereitet die Beschaffung eines Kamels, das für die orientalische Anmutung sorgen sollte: Saier fragt in ganz Baden in der Sache nach, der Erfolg bleibt jedoch zunächst aus. Schließlich wurde ein Kamel gefunden. Es handelte sich um einen Neuzugang des Karlsruher Zoos mit Namen Hans und durfte drei Jahre lang Ötigheimer Bühnenluft schnuppern.

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