The Queen Night

Über 3.000 Zuschauer sahen das Queen-Revival

Die musikalische Erfolgsstory der Band Queen von den Anfängen bis zum Tod ihres charismatischen Frontmans Freddie Mercury – das ist die Quintessenz von The Queen Night. Bis ins letzte Detail interpretierte Songs, Requisiten und eine effektvolle Lichtshow brachten die phantastische Atmosphäre der legendären Queen-Shows zurück und spannten eine faszinierende Bühnenshow rund um den Mythos der britischen Mega-Rocker. Hits wie Radio Gaga, The Show must go on, We will Rock you oder Bohemian Rhapsody luden ein zu einer musikalischen Zeitreise – ein Abend der Superlative mit geballter Livepower! Ein Clip zur Veranstaltung findet sich hier.

Pressestimmen

Badische Neueste Nachrichten, 10. August 2018
So ziemlich alle Hits

Schon über 25 Jahre ist Farrokh Bulsara, besser bekannt als Freddie Mercury und einer der charismatischsten Popstars der jüngeren Vergangenheit, nun schon tot, doch noch immer füllt sein Name die größten Hallen, und auch die Volksschauspiele Ötigheim durften mit dem Besuch der Queen Night zufrieden gewesen sein.
Hochzufrieden sein durften jedoch auch die Zuhörer, denn sie bekamen eine professionell gemachte Show geboten, die kaum Wünsche offenließ und so ziemlich alle Queen-Hits von We Will Rock You bis The Great Pretender präsentierte. Die Düsseldorfer Cover-Band hat mit Harry Rose als Freddie Mercury einen souveränen Frontman, der seiner Figur stimmlich nichts schuldig bleibt und auch optisch eine gewisse Ähnlichkeit nicht verleugnen kann. Sein Stimmumfang kann mit dem Mercurys mithalten und lässt allenfalls beim Belten ein wenig an Ausstrahlung vermissen. Nicht ganz so überzeugend wirkt sein gestischer Auftritt. Zu gespielt wirken die theatralischen, tigerhaften Bewegungen, das berühmte Spiel mit dem Mikrofonständer oder der Auftritt mit dem Union Jack um ganz mit Freddie Mercury zu verschmelzen. Doch dies ist allenfalls eine kleine Kritik an einer großartigen Performance, die auch Werke wie I Want To Break Free, auf dessen berühmten Videoclip zumindest angespielt wurde, und fremde Kompositionen wie Cy Colemans Big Spender beinhaltete. Dass allerdings der echte Freddie Mercury sein Publikum ebenfalls bei jeder passenden Gelegenheit zum Mitklatschen aufforderte, scheint fraglich.
Blind verlassen konnte sich Harry Rose auf seine Partner, allen voran auf die beiden großartigen Gitarristen Stefan Pfeiffer und Christoph Stowasser. Pfeiffer trat dabei in die Fußstapfen von Leadgitarrist Brian May und Stowasser agierte als John Deacon, einem von mehreren wechselnden Bassisten der Band. Piid Plötzer gab Roger Taylor, den populären Schlagzeuger von Queen und Sebastian Simmich war Spike Edney, ein Keyboarder, der häufig als Gast bei Queen-Auftritten mitwirkte. Unauffällig blieben Katharina Leisinger und Carmen Gola, die einige Songs als Backgroundsängerin oder Tänzerin begleiteten.
Die Stimmung im Publikum war hervorragend, viele – auch viele ältere – Besucher hielt es nach der Pause nicht mehr auf den Sitzen, und erst nach mehreren Zugaben (The Show Must Go On etc.), ließ man die Musiker von der Bühne. (Manfred Kraft)

Badisches Tagblatt, 10. August 2018
Die Magie wirkt noch

Spätestens beim Song Friends Will Be Friends hat sich die Ötigheimer Freilichtbühne in ein wogendes Meer aus Armen verwandelt. Fast 4000 Queen-Fans haben bei der Tribute-Party zu Ehren der legendären britischen Rockgruppe ausgelassen mitgefeiert. Harry Rose, zum Auftakt in Admiralsjacke und Harlekin-Leggings, trägt sogar Freddies Überbiss und Schnauzbart. An vorderster Front setzt er die Hits stimmlich kraftvoll und mit einnehmendem Charme in Szene. Ein paar exzentrische sexy Posen des berühmten Frontmanns hat er auch drauf, nebst pfeilgerade hochschnellendem Mikroständer.
Ich bin nicht Freddie Mercury, stellt Rose gleich am Anfang der Musik-Show klar -natürlich nicht. Dieses Jahr jährt sich der Todestag des immer noch weltweit verehrten Sängers zum 25. Mal -nicht einmal Queen selbst hat ihren Frontsänger wirklich ersetzen können, trotz etlicher Ansätze mit exzellenten Sängern.
Die Queen-Paradesongs wirken dennoch bis heute: Mit deren Opulenz, der stilistischen Vielfalt und dem eingängigen Rocksound läuft auch die solide gemachte Queen Night-Show in rot-blauer Scheinwerfer-Atmosphäre auf der Ötigheimer Open-Air-Bühne zur Hochform auf. Die Show, den legendären Queen-Konzerten aus den 70er Jahren nachempfunden – vier Musiker samt Sänger, lässig abtanzend auf eher karger Bühne, wie das damals eben war – entzündet sich immer wieder aufs Neue nach der grell aufflammenden Lichtbatterie; originalgetreu sind angeblich sogar Instrumente und Gitarrenverstärker. Unter den Dächern der installierten Rockbühne vor der Ötigheimer Luther-Kulisse und der Zuschauerarena war der Nachhall des neu aufgelegten Queen-Erlebnisses allerdings mitunter fast zu gewaltig.
It’s A Kind Of Magic wurde zum Schlüsselsong für ein Cover-Konzert mit den größten Queen-Hits. Frontmann Rose hat das feierwillige Ötigheimer Publikum nach verhaltenem Auftakt mit We Will Rock You schnell für sich eingenommen, auch wenn seine tiefer angelegte Stimme nicht die strahlende Höhe von Freddie Mercury erreicht – sorgen seine Sing- und Spielfreude für Partyhöhepunkte. Auch die exzellente Band bekommt ihre Soloauftritte: Piid Plötzer darf an den Drums mit grandiosem Krach ausgiebig brillieren. Stefan Pfeiffer treibt sein ausgedehntes E-Gitarrensolo mit verzerrten Riffs voran.
Zu Bicycle Race radeln zwei Background-Sängerinnen über die Bühne. Von der klassischen Britpopnummer mit verzerrter Gitarre, von der Ballade bis zum augenzwinkernd vorgetragenen Auftritt zu I Want To Break Free mit Harry Rose im Hausfrauenlook Staubsauger-schwingend (wie Freddie auf dem legendären Plattencover), ist alles dabei. Die großen Queen-Zeiten werden in Kostümwechseln angedeutet und musikalisch groß aufgefahren. Eine beachtliche Leistung vor allem des deutschen Sängers, der zwar ökonomischer als der tanzende Derwisch Mercury mit seiner Kondition umgeht, aber einen Hit nach dem anderen schmettert. Bis die Ötigheimer Queen-Party, gekrönt mit dem Mega-Hit We Are The Champions, unter Jubelstürmen ausklingt. (Christiane Lenhardt)

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