ORSO – Rock Symphony Night

Über 2.000 begeisterte Zuschauer

Für groovige Tongemälde steht die Orchestra & Choral Society Freiburg/Berlin. 1992 unter der Ägide des derzeitigen Musikalischen Leiters Wolfgang Roese aus einem Jugendorchester entstanden, ist ORSO heute ein professioneller Klangkörper mit über 200 Mitwirkenden und großem Chor. 2017 rockten die ORSOnauten Deutschlands größte Freilichtbühne bereits zum fünften Mal und brachten neue Arrangements und Solisten mit. Rock meets Classic in Bestform!

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Pressestimmen

Badische Neueste Nachrichten, 18. August 2017
Grandios und mitreißend

Jetzt gab es bei den Volksschauspielen Ötigheim auch die bewährte Rock Symphony Night. Bei gutem Besuch und besten äußeren Bedingungen bot das ORSO Rock Symphony Orchestra seinen Zuhörern eine Reise durch die Rock-, Pop- und Musicalgeschichte und präsentierte eine Reihe deutscher Musicalstars.
Mit I pini della Via Appia, dem vierten Satz aus Ottorino Respighis Tondichtung I Pini di Roma, schlug der Opener nicht nur den Bogen zum Vorabend, sondern weckte bei den eher auf Pop fixierten Zuhörern vielleicht auch den Wunsch mal einen Blick auf ein anderes Genre der Musik zu werfen. Die großen Hits der Gruppe Queen bilden seit Jahren einen Fixpunkt im Repertoire des Ensembles und mit Brigitte Oelke, Sascha Krebs und David Michael Johnson standen drei Sänger zur Verfügung, die zur Erstaufführungscast des Musicals We Will Rock You zählten. Sie begeisterten jedoch auch mit Titeln wie Steve Balsamos For Always (David Michael Johnson), David Bowies Space Oddity (Sascha Krebs) oder Steven Tylers Dream On (Oelke und Krebs).
Mit einer prachtvollen Version von Als hätten wir uns nie Good-bye gesagt aus Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“ führte Brigitte Oelke auch den Reigen der Musicalsongs an. Der unvergängliche „Impossible Dream“ aus Mitch Leighs „Man of La Mancha“ (Gunnar Schierreich) und Summertime aus George Gershwins „Porgy & Bess“ (Susanne Müller und Brenda Boykin) gefielen ebenfalls. Mit ihrer grandiosen Soul-Stimme war Brenda Boykin sowieso der absolute Liebling des Publikums. Ihr Highlight: Led Zeppelins Kashmir, das sie zusammen mit Sascha Krebs rockte. Erstmals zu hören war Mennana Ennaoui, die mit Lennon/McCartneys Help und mit Mother’s Finests Baby Love nachhaltig auf sich aufmerksam machte und die man gerne wiederhören würde. Doch die eigentlichen Höhepunkte waren die von Wolfgang Roese exzellent arrangierten und dirigierten Instrumentalstücke, die allenfalls vom Chor begleitet wurden. Marvin Hamlischs One aus A Chorus Line, Eric Claptons Layla und Deep Purples Smoke On The water wurden gekrönt durch eine mitreißende Version von Michael Jacksons „Smooth Criminal“, die geradezu sinfonische Ausmaße annahm.
Als einziger Wermutstropfen erwies sich der moderierende Harry Heib. Über den Stil und die übermittelten Informationen kann man geteilter Meinung sein, nicht jedoch über gestotterte Sätze und verschluckte Endsilben, dies darf einem gelernten Schauspieler nicht passieren. Doch das Publikum zeigte sich hell begeistert und schien auch mit dem Moderator zufrieden. (Manfred Kraft)

Badisches Tagblatt, 18. August 2017
ORSO rockt die Volksschauspiele

Die stehenden Ovationen der mehr als 2000 Zuhörer bei den Ötigheimer Volksschauspielen waren die gebührende Würdigung dessen, was die fast 200-köpfige Orchestra & Choral Society (ORSO) sowie sechs Solisten unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Roese am Mittwochabend über drei Stunden lang geboten hatten. Es war, ein Tag nach dem begeisternden Klassik-Abend mit Verdis Requiem (wir berichteten), eine mitreißende Rock-Symphony-Night.
Leidenschaftliche Präsentation, Spielfreude und Lebendigkeit prägten die Arrangements meist bekannter Rock- und Poptitel mit Rock-meets-Classic-Effekt, locker moderiert wurde der Abend von Harry Heib.
Am Anfang stand zunächst Klassik pur, eine musikalische Sequenz aus Pini di Roma, bei der Roese schon die ganze Kraft des aufgebotenen Klangkörpers präsentierte. Don’t stop me now von Queen mit Brigitte Oelke, Sascha Krebs und David Michael Johnson – alle seit Jahren erfahrene Musical-Darsteller – eröffnete den rockigen Reigen. So wie später im Finale mit der umwerfenden The Queen Symphony gelang die Hommage an Freddy Mercury.
Eine Garantin für mitreißende Soulmusik ist bei ORSO Brenda Boykin aus den USA. Bei George Gershwins „Sommertimes“ ging sie harmonisch in einen musikalischen Dialog mit der Engelsstimme von Susanne Müller. Diese konnte anschließend auch bei „Waiting for the night“ mit Partner Gunnar Schiereich überzeugen, begleitet von einem sphärische Klangbilder erzeugenden Chor. Zweimal brachte sich Mennana Ennaoui ins Programm ein: Die von Wolfgang Roese bearbeitete Version des Beatles-Titel Help und Baby Love von den Supremes waren musikalische Punktlandungen. Bei Smoke on the water von Deep Purple demonstrierte der Orchesterleiter, wie der Titel in neuem Gewand packender denn je sein kann. Umjubelt wurden Layla von Eric Clapton, mit spanischen Akzenten versehen und rhythmischen Sequenzen gespickt, und die Montage zu Smooth Criminal nach Michael Jackson, bei der Roese auch unter Beweis stellte, dass er ein begnadeter Pianist ist.
Der Bogen wurde von Kashmir von Led Zeppelin, über One aus Chorus Line bis zu David Bowies Space Oddity weiter gespannt – und dabei alles so serviert, dass das Publikum schon jetzt auf den 7. August 2018 wartet. Dann ORSO kommt wieder nach Ötigheim, und zwar mit einer Galanacht der Filmmusik. (Rainer Wollenschneider)