Marshall & Alexander

Über 8.000 Besucher an drei Abenden

Die großen ESC & Grand Prix Hits: Von Abba bis Udo Jürgens von Nicole bis Celine Dion von Stefan Raab bis Conchita Wurst. Bei den drei Konzerten erklangen die großen Hits wie Waterloo, Rise Like A Phoenix, Halleluja, Fly On The Wings Of Love, Ein Bisschen Frieden und viele. Aber auch Lieder die allen in Erinnerung geblieben sind, auch wenn diese nicht ganz oben standen. Das Thema Grand Prix & ESC verbindet Generationen.

Marshall & Alexander sind prädestiniert die großen Hits der größten Musikshow der Welt zu präsentieren. Mit ihrer stimmlichen Vielseitigkeit können sie die ganze Historie dieses weltweiten Ereignisses abdecken. In über sechs Jahrzehnten wurden unzählige Grand Prix Geschichten geschrieben. Karrieren wurden geboren und Karrieren wurden beendet, bevor sie überhaupt begonnen haben. Und über allem stehen die großen Hits, denen sich niemand entziehen kann.

Mit dabei war Johnny Logan, der Grand Prix Geschichte geschrieben hat: Dreimal hat er den Wettbewerb gewonnen. Zweimal als Sänger und einmal als Autor. Eine internationale Legende in Ötigheim.

Frank Lauber, der Musikalische Leiter der Show, präsentierte auch 2019 wieder eine fantastische Band. Einige der Musiker haben sogar schon Grand Prix Gewinner begleitet.

Marshall & Alexander treten seit 2001 auf Deutschlands größter Freilichtbühne auf.Über 8.000 Besucher feierten auch in diesem Jahr an drei Abenden ausgelassen den ESC bzw. Grand Prix, Johnny Logan und natürlich das Duo Marshall & Alexander.

Presse

Badisches Tagblatt, 28. August 2019
WIE EIN SCHAUMBAD FÜR DIE SEELE

Die Besucher der Ötigheimer Freilichtbühne haben am Dienstagabend ihre Begeisterung für internationale Musik-Wettbewerbe wie den Grand Prix beziehungsweise European Song Contest (ESC) bewiesen, auch wenn deutsche Teilnehmer in den vergangenen Jahren selten vorderste Plätze belegen konnten. Zu Recht, ist doch auch nach über 60 Jahren gegen Zwei kleine Italiener, Ein bisschen Frieden, Waterloo, Fly on the Wings of Love, Halleluja oder Rise like a Phoenix immer noch kein Kraut gewachsen. Das wissen Marc Marshall und Jay Alexander, die die Ohrwürmer, deren Melodien man einfach nicht vergisst, in Ötigheim mit großer dramaturgischer Effizienz bei drei Konzerten aus leichtem Schlummer erwecken. Dass manche Coverversion aus wunderbar abgestimmten Kehlen des stimmgewaltigen Baritons Marshall und des klanglich starken Tenors Alexander fast noch besser als die Originale anhören, ist erstaunlich, aber wiederum auch nicht verwunderlich bei dem vokal perfekten Duo mit zehnköpfiger Top-Band unter Leitung von Frank Lauber. In der Band hat das Gesangsduo kongeniale Partner gefunden, die bei der Premiere am Dienstagabend jeden Beitrag zum Kunstwerk werden ließen. Keine abgegriffenen Harmonien, keine banalen Rhythmen, dafür die kreative Wucht musikalischen Könnens.Dass es ein rauschend heißes Musikfest wurde, lag nicht allein an den hochsommerlichen Temperaturen. Dagegen konnten fächerbewehrte Damen ankämpfen. Dem Drang zum Mitklatschen und Mitsingen erlagen wohl alle Besucher der Ötigheimer Freilichtbühne aber allzu gern. Mit seiner stimmlichen Vielseitigkeit konnte das Duo fast die ganze Historie des weltweit beachteten Grand Prix/ESC abdecken. Und nicht nur das. Es waren auch Songs zu hören, die schon beim Ertönen erster Tonfolgen schöne Erinnerungen an die eigene Jugend weckten. Wie ein Schaumbad für die Seele.Sowohl spaßig gemeinte als auch sentimentale Momente erlebten die Besucher. Als Marshall den Titel The Star interpretierte, zwang die Stimmung zum minutenlangen Stillhalten und auch die begeistertsten Zuhörer zum andächtigen Lauschen. Bei manchen Songs zahlten sich die Vorlieben des 56-jährigen Marshall und des 1971 geborenen Alexander für Jazz, Pop und Klassik besonders aus. Beispielsweise, als sie den ABBA-Titel Waterloo so jazzig, soulig und fetzig ausklingen ließen, dass es nur so eine Freude war. Die schlug sogleich in Begeisterung um, als der irische Gaststar Johnny Logan die gesamte Bühne an sich und die Zuschauer mit sich riss. Und das nicht von ungefähr, gewann er doch selbst den internationalen Wettbewerb zweimal als Sänger und einmal als Autor. Er mit seiner flexiblen und ausdrucksstarken Stimme allein, mit Calm after the Storm zusammen mit Jay Alexander und zu dritt mit dem ESC-Titelsieger von 1984 Why me – die drei Sänger wurden angehimmelt. Zeichen gleicher Wellenlänge waren der immer wieder regelmäßig aufflammende Zwischenapplaus, das rhythmische Mitklatschen, die Lust und Bereitschaft mitzusingen und der kaum enden wollende, stehend dargebrachte Schlussapplaus.Nach reichlich zweistündigem Programm, das musikalische Höchstleistungen und auch körperlichen Einsatz erforderte, konnten sich die Musiker der Forderung des Publikums nach einigen Zugaben nicht entziehen. Im Finale durfte freilich der ABBA-Song Thank you for the Music nicht fehlen, der Musikgeschichte schrieb und als Motto über allen drei Konzertabenden hätte stehen können. Marshall und Alexander haben nie einen Zweifel daran gelassen, vor allem die sogenannte leichte Muse zu mögen. Die aktuelle Musikszene macht es ihnen da manchmal nicht leicht, doch die Fans, nicht weniger werdend, halten zu ihnen. Die Ötigheimer Freilichtbühne wird vom 25. bis 27. August 2020 wieder Spielort des Duos sein. (Dagmar Uebel)